Religionen setzen in Kevelaer bei Wallfahrt ein Zeichen für den Frieden

Wallfahrt in Kevelaer : Religionen setzen gemeinsam ein Zeichen für den Frieden

Ethnische Kämpfe, Wirtschaftskriege, neues Wettrüsten, Machtgehabe, dem möchten die Initiatoren der Interreligiösen Friedenwallfahrt in Kevelaer auch in diesem Jahr etwas entgegensetzen.

Mit Rupert Neudeck, dem Mitbegründer der Interreligiösen Friedenswallfahrt, meldete sich 2015 im August ein zeitgenössischer Aktivist für Frieden und die Menschenrechte mit dem Zitat von Martin Luther King zu Wort: „I have a dream“.

„Diesen Traum haben wir noch nicht aufgegeben. Mehr noch: Wir wollen hier in Kevelaer weiter und immer mehr gemeinsam als abrahamitische Religionen vor allem nach Dialog, nach besserem Verständnis, nach Brücken und Gemeinsamkeiten suchen“, so Elke Kleuren-Schryvers. Nicht das Trennende möchte man darstellen und betonen, sondern das, was allen gemeinsam ist. „Wir wollen jede Art von Furcht überwinden durch das Bestärken unseres Vertrauens in einen Gott, der jeden von uns, gleich welcher Hautfarbe, welcher Religion, welchen Alters oder Geschlechtes ausgestattet hat mit dem angeborenen Impuls, der natürlichen, starken Kraft des Mitgefühls.“

Aus diesem Grund findet erneut die Interreligiöse Friedenswallfahrt statt. Treffpunkt ist am Sonntag, 25. August, um 16.30 Uhr im Marienpark in Kevelaer.

Von dort ziehen alle mit den Mitgliedern der Religionsgruppen der Juden, der Muslime und der Christen sowie mit allen Menschen guten Willens von der Musik der unterschiedlichen Religionen begleitet über die Hauptstraße zum Kapellenplatz. Christel Neudeck und Veit Neudeck, Ehefrau und Bruder des verstorbenen Dr. Rupert Neudeck, haben ihr Kommen bereits im Vorfeld der Veranstaltung fest zugesagt.

Auf dem Kapellenplatz erwartet die Besucher der Familienchor der Basilikamusik zum gemeinsamen interreligiösen Singen und Beten, zum Friedensgruß, zu Friedensgedanken und zum Schreiben von Friedensbotschaften. Diese werden gegen Ende der Interreligiösen Wallfahrt für den Frieden an der Friedenslichtstele an eine große Klagemauer geheftet.

Dort verbleiben sie eine Weile. „Als sichtbares Zeichen, dass es den fehlenden oder sehr fragilen Frieden unserer Zeit zu beklagen gilt und dass wir nicht müde werden dürfen, immer wieder neu um Frieden zu bitten, für Frieden aktiv zu werden. Im Gebet, im konkreten Tun“, so die Veranstalter.

Der Kevelaerer Männergesangverein wird an der Friedenslichtstele gemeinsam mit allen Friedenspilgern versuchen, diesen großen interreligiösen Chor noch einmal zum Klingen zu bringen. Gegen 18.30 Uhr endet die Interreligiöse Wallfahrt für den Frieden.

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