Weeze: Region zeigt ihre verborgenen Schätze

Weeze: Region zeigt ihre verborgenen Schätze

Auf 918 Kilometern in den Kreisen Wesel und Kleve werden über 600 Info-Elemente präsentiert. Ob auf der Internetseite oder in der App - mit dem Routenplaner von Niederrheintouren.de kann man nun auf Entdeckungsreise gehen.

"Verborgene Schätze inklusiv" wurden gestern beim aktuellen Projekt des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve und der Biologischen Station im Kreis Wesel präsentiert. "Wir wollen auf versteckte Dinge hinweisen, die nicht sofort ersichtlich sind", erzählte Ulrich Werneke, der Geschäftsführer des Naturschutzzentrums, bei der Präsentation am Mittwoch auf Schloss Wissen.

Das Projekt dauerte dreieinhalb Jahre und hatte eine Fördersumme von rund 450.000 Euro. Insgesamt 16 Kommunen in den Kreisen Kleve und Wesel waren Teil von "Verborgene Schätze inklusive". Rees, Kalkar und Emmerich wurden integriert aus der Vorläuferaktion "Rheinaue erleben". Dieses hatte eine "sehr positive Resonanz, wegen der wir nun das aktuelle Projekt durchgeführt haben. Dabei denken wir gerade schon darüber nach, das Ganze noch weit über die Region weiterzuführen, doch das liegt momentan noch in einer unkonkreten Zukunft", so Werneke.

Durch "Verborgene Schätze inklusive" und dessen Vorläufer wurden insgesamt 918 Kilometer eines zusammenhängenden Routennetzes analysiert. So entstanden 390 individuell beschriebene "Points of Interest" (POI) für natur- und kulturbezogene Stationen. Ebenfalls warten noch 200 professionell eingesprochene Hörerlebnisse sowie 180 Schilder darauf, von den neugierigen Reisenden entdeckt zu werden. Dabei werden historische Bauwerke besprochen, die Hintergründe von Ortsnamen detailliert erläutert und geschichtliche Fakten präsentiert. Das Ganze ist in Deutsch, Niederländisch und in einfacher Sprache verfügbar.

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Wer auf seiner Entdeckungstour durch die Region mal eine Pause machen möchte, der hat auch Glück, denn es gibt rund 800 Kennzeichnungen zu Gastronomie und Infrastruktur, wie Bänke, Parkplätze und mehr. Auch werden diese Hinweise genutzt, um auf Gefahrenstellen im Zuge der Barrierefreiheit hinzuweisen, und es gibt rund 14 barrierearme Tourentipps.

Bei der Präsentation im Schloss Wissen waren Vertreter des Projektteams vertreten, das gefördert wurde durch den Landschaftsverband Rheinland. Doch ein weiterer, ganz wichtiger Partner war die Firma "EFTAS Fernerkundung Technologietransfer". Sie programmierte den Routenplaner, der im Internet unter www.niederrheintouren.de und in Form einer App erhältlich ist. "Viele Routenplaner suchen den kürzesten Weg und leiten meist auf Hauptstraßen. Doch dank der Programmierung der EFTAS wird die schönste Strecke gewählt. Man kann nach einer Rundtour fragen und bekommt verschiedene Vorschläge, oder man gibt Start- und Zielpunkt ein", erklärte Ulrich Werneke.

"Ich freue mich darüber, dass die Kultur und Geschichte des Kreises den Leuten so nähergebracht wird", sagte Weezes Bürgermeister Ulrich Francken. "So können auch Ortsfremde schnell sehen, was unsere Gegend besonders macht. Und selbst Leute, die hier leben, werden noch einige interessante Informationen dazulernen können."

(cnk)