Kevelaer: Rathaus Kevelaer bald wieder auf Empfang

Kevelaer : Rathaus Kevelaer bald wieder auf Empfang

Der Sendemast für den Mobilfunk steht wieder an Ort und Stelle, Ende April ziehen die ersten Mitarbeiter ins kernsanierte Rathaus ein. Kurz danach dürften auch die Container überflüssig werden.

Der Sendemast vor ihren Häusern hatte einigen Anliegern nicht gefallen. Jetzt brauchen sie sich aber nicht mehr zu ärgern, denn schon bald ist das metallene Gerippe Vergangenheit. Die Mobilfunkfirmen, die die Anlage benötigen, haben das "Empfangsgerät" jetzt wieder aufs Rathausdach gesetzt. Dort stand es schon früher, musste nur während des Rathaus-Umbaus weichen. Mit Hilfe eines Krans setzten die Techniker den Mobilfunkmast nun wieder an seinen angestammten Platz.

Diese Aktion kann symbolisch genommen werden für die Tatsache, dass die Sanierung des Verwaltungsgebäudes beinahe abgeschlossen ist. "Ende April wird meine Abteilung, das Gebäudemanagement, aus den Räumen an der Busmannstraße ausziehen und ins Rathaus wechseln. Die bisherigen Räume werden bekanntlich künftig als Augenarztpraxis genutzt", erklärt Heiner Schraml, der den Umbau des Rathauses leitet. "Die Kassenärztliche Vereinigung hatte verlangt, dass die Ärzte schnell in ihre neue Praxis herein können." Das hatte man gerne zugesichert, bevor die freien Facharztstellen noch einer anderen Kommune zugute gekommen wären . . .

Das Gebäudemanagement kommt in die fünfte Etage, die Finanzbuchhaltung, die ebenfalls früher als die anderen Abteilungen wechselt, in die dritte Etage. Ende Mai soll dann "der Rest" folgen - zum Beispiel, wie Bürgermeister Axel Stibi vor zwei Tagen bestätigte, die "wiedervereinigte" Abteilung Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Mancher, der viel Kontakt zu den Bürgern hat, wird wie früher im Erdgeschoss logieren. Dazu gehören natürlich die Bürgerservice- und Touristikmitarbeiter. Auch Bürgermeister Axel Stibi selbst wird bald wieder sein Büro im Rathaus (weiter oben) beziehen. Sobald die Polizei aus dem Alten Rathaus wieder zurück auf die andere Seite des Marktes gezogen ist, haben Rechnungsprüfung, Standesamt und Gleichstellung das Alte Rathaus für sich.

Noch nicht endgültig geklärt sei, was aus dem Gebäude an der Venloer Straße wird, wenn das Stadtmarketing sie demnächst verlässt. "Die erste Etage ist ja vermietet, unterm Dach ist das Archiv untergebracht; zumindest dafür müssten wir ja eine Lösung finden", sagt Schraml. Klar ist aber, dass die Stadt ungenutzte Räume nicht behalten möchte.

Wie wird sich das Rathaus künftig den Mitarbeitern und den Bürgern präsentieren? "Nach der Kernsanierung wird es nirgendwo mehr durch die Fenster ziehen, wir werden ein modernes Energiemanagement und eine zeitgemäße EDV haben, dazu neu zugeschnittene praktische Büros", erklärt der Leiter des Gebäudemanagement. Der Ratssaal im (nicht entkernten) Kopfbau des Rathauses werde nur gestrichen und mit neuem Teppichboden und Gardinen ausgestattet. "Die Lüftungsanlage wird neu sein, aber eine Klimaanlage gibt es wie bisher nicht."

Die Miet-Container vor der Begegnungsstätte sind gekündigt und sollten Anfang Juni abgebaut werden. Im Sommer, bestätigt Schraml auf Nachfrage, werde es eine offizielle Rathaus-Einweihung geben. Dann dürften alle interessierten Bürger mal "gucken".

(RP)
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