Kevelaer: Rat stimmt für Zuschuss zur Schießanlagen-Erweiterung

Kevelaer: Rat stimmt für Zuschuss zur Schießanlagen-Erweiterung

Die Schieß- und Sportgemeinschaft (SSG) Kevelaer lässt durch zahlreiche Erfolge aufhorchen. Wie mehrfach berichtet, tritt das Team in der Bundesliga an, das Nachwuchstalent Anna Janshen ist Vizeweltmeisterin und Mannschaftseuropameisterin und dafür sogar vom Bundespräsidenten beglückwünscht worden.

Um diese positive Entwicklung voranzutreiben plant die SSG eine Erweiterung der Vereinsanlage "SSG Treff". Die Sportler nutzen seit 2005 das ehemalige Hülspark-Restaurant, das jahrelang leer stand, als Vereins- und Sportanlage. Der Bereich soll jetzt erweitert werden. Geplant ist unter anderem der Bau einer Kleinkaliberanlage mit bis zu acht Ständen als geschlossene und damit schallgeschützte Einheit im Keller entlang der Tennisplätze. Der bestehende Luftgewehrstand soll um fünf Meter erweitert werden. Zudem gehören die Einrichtung einer Küche sowie die Überdachung der Terrasse zu den Erweiterungsplänen. Die Bausumme wird sich auf rund 380.000 Euro belaufen. Einen Teil dieser Kosten wird die Stadt Kevelaer übernehmen. Das entschied jetzt der Rat in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres. 150.000 Euro stellt die Kommune dem Verein zur Verfügung. Es gab breite Zustimmung von allen Fraktionen.

Auch die FDP unterstützte den Antrag. Jan Itrich hatte im Schulausschuss aber zu bedenken gegeben, dass die SSG zwar die größte und prominentstes Gruppe des Schießsports in Kevelaer sei, dass aber auch weitere Gruppen die 25-Meter-Kurzwaffenbahn nutzen. Andere Vereine hätten die Befürchtung, dass es bei einer Erweiterung zu Beeinträchtigungen kommen könnte. Darauf solle Rücksicht genommen werden. Die Stadt sagte zu, das im Blick zu haben.

Durch die Erweiterung würde der Landesleistungsstützpunkt Sportschießen Krefeld nach Kevelaer verlegt werden. Der Standort würde damit weiter aufgewertet. Zudem ist die Anerkennung als Landesleistungsstützpunkt Voraussetzung, um weitere Fördermittel über den Landessportbund zu bekommen.

Die SSG wird eine Projektgruppe für die Erweiterung einrichten. Baubeginn soll 2019 sein. Der Verein dankte dem Rat "für das entgegengebrachte Vertrauen".

(zel)