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Rainer Morawietz ist neuer Vorsitzender der Kevelaerer Tafel

Initiative in Kevelaer : Neuer Vorsitzender der Kevelaerer Tafel

Seit 2009 leitete Wilfried Binn die Geschicke des Vereins in Kevelaer. Jetzt hat Rainer Morawietz ihn abgelöst. Für die Initiative gibt es weiterhin viel zu tun, weil viele Bedürftige auf ihre Hilfe angewiesen sind.

Viele Jahre besteht die Tafel in Kevelaer und verteilt Lebensmittel an Bedürftige. Nun hat sie einen neuen Vorsitzenden. Auf Wilfried Binn folgt Rainer Morawietz. Binn wird der Tafel als stellvertretender Vorsitzender erhalten bleiben. Der weitere Vorstand setzt sich aus Hanni Hentemann (Schriftführerin) und Kassenwart Josef van Oorschat zusammen.

Im Jahr 2009 wurde die Kevelaerer Tafel ein selbstständiger Verein und Binn ihr Vorsitzender. Zahlreiche Kevelaerer engagierten sich in dem Verein. An zwei Tagen in der Woche verteilen sie seitdem Nahrungsmittel an Menschen, die kein oder geringes Einkommen beziehungsweise eine kleine Rente haben. Da wird das Geld für Lebensmittel oft knapp. Mittlerweile besuchen 40 bis 50 Menschen an den Ausgabetagen die Tafel neben der Öffentlichen Begegnungsstätte.

Die Tafel erhalte eine hohe Unterstützung durch die Unternehmen in Kevelaer, berichtet Rainer Morawietz. „Die Spendenbereitschaft ist sehr hoch“, freut er sich. Er erklärt, dass alle Discounter in Kevelaer und einige Landwirte in der Umgebung eng mit der Tafel zusammenarbeiten. Circa 40 Helfer gibt es bei der Initiative, die unter anderem Essen ausgeben oder Lebensmittel abholen. Die Fahrer sind mit dem Wagen der Tafel zu den Unternehmen unterwegs, um dort die Lebensmittel einzusammeln.

Nach der großen Flüchtlingswelle im Jahr 2015 habe die Nachfrage insgesamt zwar abgenommen, allerdings wäre trotzdem noch jede Menge Bedarf vorhanden, wie man an den hohen Besucherzahlen merke. Wie berichtet, gab es zwischenzeitlich sogar einen Aufnahme-Stopp für neue „Kunden“. Das ist mittlerweile nicht mehr nötig, seit die Flüchtlingswelle vorbei ist. Alle Bedürftigen haben wieder die Möglichkeit, zur Tafel zu kommen. Für die Bedürftigen gibt es Berechtigungsausweise in verschiedenen Farben, je nachdem, ob es sich um Familien mit Kindern, kranke und gehbehinderte Menschen oder Einzelpersonen handelt. Für jede Gruppe gibt es dann unterschiedliche Ausgabezeiten, um so den Ablauf besser zu organisieren. „Das Ausgabeprinzip hat sich bewährt und bleibt auch unverändert“, erklärt Morawietz.

Er erzählt, er habe die Arbeit der Tafel immer sehr geschätzt und Freunde gehabt, die dort helfen. Dadurch habe er beschlossen, beizutreten sobald er im Ruhestand ist. So kam er dann zum Amt des Vorsitzenden. Besonders begeistert ist Morawietz von der Spendenbereitschaft der Unternehmen. Positiv findet er auch, dass die Tafel mit ihrer Arbeit dafür sorgt, dass Lebensmittel, die noch zu gebrauchen sind nicht vernichtet, sondern verwendet werden.