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Kevelaer: Pro Bahn: Tarife vereinfachen

Kevelaer : Pro Bahn: Tarife vereinfachen

Mit der Übernahme des VRR-Tarifs im ehemaligen VGN-Gebiet Anfang des Jahres haben sich die Preise für Bahnfahrer verändert – dabei gibt es Gewinner und Verlierer. Die RP fragte Pendler nach ihren Erfahrungen.

Mit der Übernahme des VRR-Tarifs im ehemaligen VGN-Gebiet Anfang des Jahres haben sich die Preise für Bahnfahrer verändert — dabei gibt es Gewinner und Verlierer. Die RP fragte Pendler nach ihren Erfahrungen.

Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel zahlen seit 1. Januar nach dem neuen Tarifsystem des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Gerade unter Pendlern haben sich Preise verschoben — je nach Entfernung zur Arbeitsstelle. Für die Vielfahrer sollte sich die Umstellung eigentlich lohnen, sagt VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik. Wer beispielsweise von Kevelaer nach Düsseldorf fährt, muss zwar die höchste Preisstufe (E) buchen, spare aber gegenüber dem alten Tarif: Das Monatsabo kostet 238 Euro. Vor der Umstellung zahlten Kunden noch 257 Euro. Das Einzelticket kostet 15,10 Euro, vorher 18 Euro.

Einige Pendler, so zumindest zeigt es das Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage der RP, empfinden das neue Tarifsystem aber als umständlicher und zum Teil auch teurer. Bahncard-Besitzern beschweren sich mit Recht — je nach Rabbatstufe zahlten sie zu VGN-Zeiten weniger. Denn: Mit dem Anschluss des VGN an den VRR durchquert der Passagier auf der Reise nach Düsseldorf nur noch ein Tarifgebiet, er kann also nicht mehr den NRW-Tarif der Deutschen Bahn nutzen, somit also auch nicht seine Bahncard nutzen. Tkatzik gibt zu: "Wenn man von ,Verlierern' der Umstellung spricht, dann kann man die Bahncard-Besitzer nennen." Was aber nicht bedacht werde, schränkt sie ein, sei, dass das VRR-Ticket im gesamten Tarifgebiet auf jeder Strecke genutzt werden könne. Das NRW-Ticket gilt nur vom Start- bis zum Zielbahnhof.

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Der Fahrgast-Verband Pro Bahn begrüßt grundsätzlich die Umstellung, sagt Frank Michalzik, Vorsitzender des Regionalverbandes Niederrhein. "Es sind aber noch einige Punkte im neuen Tarifsystem, die noch zu überarbeiten sind." So sei beispielsweise die Preisstufe E zu hoch angesetzt. Es müsse noch vieles vereinfacht werden. Der VRR zeige sich aber offen für Änderungen. "Wir führen gute Gespräche." Gewinner im neuen Tarifsystem sind laut Michalzik Kunden im Geltungsbereich A bis D.

(RP)