1. NRW
  2. Städte
  3. Kevelaer

Präses Thorsten Latzel bei Kanutour der Hoffnung in Kevelaer, Weeze und Goch

Tour von Kevelaer über Weeze nach Goch : Präses Latzel rudert und singt bei der Fahrt auf der Niers

Das Oberhaupt der Rheinischen Landeskirche taufte ein Brüderpaar in Kevelaer und machte sich auf dem Fluss auf in Richtung Weeze und Goch.

Mit der Taufe des Brüderpaars Paul und Jakob in Kevelaer hat Präses Thorsten Latzel gleich zum Auftakt seiner Kanutour der Hoffnung eine erste Verwandlungsgeschichte erlebt. „Gott schließt in der Taufe Freundschaft mit diesen jungen Menschen“, sagt er in einem Video zum ersten von sieben Tagen auf sechs Flüssen im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Notwendigkeit der Verwandlung von Kirche und Gesellschaft ist das Grundthema der diesjährigen Tour.

Nach dem Taufgottesdienst mit Musik des Kirchenchores und Soloeinlagen von Chorleiterin Annja Rossmann und Tom Löwenthal am Klavier stiegen für die erste Etappe bis Schloss Wissen auch Fynn Toonen, Teamer und Jugendpresbyter in Kevelaer, Pfarrerin Karin Dembek und Prädikantin Nicole Ganss in die von der Landeskirche bereitgestellten Kajaks.

Die verwandelnde Kraft des Gesangs erlebte Präses Latzel im Verlauf der ersten Etappe auf der Niers nach Weeze. Als das Projekt kurzzeitig zu stocken schien, begann die Gruppe zu singen. „Das war eine ganz tolle Erfahrung zu spüren, wie wir als Team durch den gemeinsamen Gesang Hoffnung hatten und uns dabei verändert haben.“

  • Man sieht es: Paddeln macht gute
    Sommertour der Kreiswirtschaftsförderung startete an Schloss Wissen in Weeze : Beim Paddeln die Heimat neu entdecken
  • Die Bannerabteilung der 100 Jahre alt
    Kirchenleben : Die KAB Asperden ist seit 100 Jahren eine feste Größe
  • Waldbaden ist im Laufe der jüngsten
    Goch : Waldbaden mit Hund und Gartenidylle

Am Anleger von Schloss Wissen wartete das Jugendmobil des Kirchenkreises mit Jugendreferentin Yvonne Petri auf den leitenden Geistlichen der rheinischen Kirche. „Das sieht ja toll aus“, sagte Latzel zu dem auffällig lackierten Gefährt. Es brachte ihn nur zwei Kilometer weiter, auf Schloss Hertefeld empfing Friedrich Graf zu Eulenburg und Hertefeld die Gäste mit einer höchstpersönlich gekochten Tomatensuppe.

Mit Jugendlichen und Jugendmitarbeitenden verschiedener Gemeinden baute der Präses innerhalb einer Stunde am Anleger Weeze ein fahrtüchtiges Floß. Gesungen wurde auch dort, als der Präses im Anschluss zusammen mit den Floßbauern weiterpaddelte. Besonders berührt habe ihn aber die Stille auf dem Fluss. Er sei bereits „in einer ganz anderen Stimmung“, bilanzierte Latzel nach dem ersten Tag. „So eine Tour entschleunigt, wir haben Libellen auf dem Fluß und einen Bussard in der Luft beobachtet“, so der Präses.

Am Anleger „Jan an de Fähr“ verabschiedete sich die Jugend. Dafür gesellten sich Prädikantin Cornelia von Quistorp, die Genderbeauftragte und Mitglied des Kreissynodalvorstands Ellen Kley und Lisa Theis (alle Kirchengemeinde Kerken) zur Paddelgruppe dazu. Noch eine Etappe bis an die Nierswelle galt es zu meistern. Dort wurden die Gruppe vom Männerkreis der evangelischen Kirchengemeinde Goch und Prädikant Dirk Elsenbruch empfangen. Im Gemeindegarten wurde gegrillt, die Teilnehmenden freuten sich über den nahbaren Präses sowie die zwanglose Gesprächsrunde, an der auch Gochers Bürgermeister Ulrich Knickrehm teilnahm.

(RP)