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Positives Fazit nach Landpartie rund um Kevelaer in Corona-Zeiten

Kunstaktion rund um Kevelaer geht zu Ende : Die etwas andere Landpartie in besonderen Zeiten geht zu Ende

Wegen Corona mussten auch die Organisatoren der beliebten Veranstaltung umplanen. Um das Ganze zu entzerren gab es den ganzen Sommer über Aktionen. Das kam bestens an.

„Endlich wieder rauskommen, Menschen begegnen, sich inspirieren lassen…“ einhellig erleichtert und dankbar war die Grundstimmung als an 24 Ausstellungsorten Mitte Juni die Landpartie am Niederrhein startete. Corona-bedingt kam die beliebte Veranstaltung in diesem Jahr etwas anders daher als gewohnt. Um den Besucherandrang zu entzerren streckte sich die Veranstaltung über den gesamten Sommer. Am letzten Augustwochenende endet die Landpartie jetzt, zahlreiche Orte öffnen abschließend nochmal ihre Pforten, an vielen Orten arbeiten Künstler vor Ort und freuen sich auf den Austausch mit Interessierten – natürlich weiterhin mit Abstand.

Buntes Treiben herrscht am 28. und 29. August. auf der Burg Kervenheim. Auch in der Werkstatt des Johanneshof Nießen fliegen zum Abschluss nochmal die Späne, außerdem werden Textil- und Goldschmiedekunst präsentiert. Besonders lang öffnet am Abschlusswochenende Brigitte Roth auf dem Wyckermannshof, sie öffnet an beiden Tagen bis 22 Uhr. Am Sonntag, 30. August, öffnet auch Diana Valks-van Adrichem ihren Ausstellungsort Flora Design, viele ihrer Gastausstelle sind vor Ort und lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Der Tag beginnt um 11 Uhr mit einer Yogastunde von „Lebensart Kevelaer“. Sonntag sind außerdem das Atelier der EIGENen Art in Schravelen und das Atelier von Bettina Hachmann auf Schloss Wissen geöffnet. Die genaue Übersicht aller offenen Orte mit den genauen Öffnungszeiten gibt es auf www.landpartie-niederrhein.de. Der Eintritt ist überall frei.

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„Mein Publikum war bisher sehr interessiert, achtsam und es machte einfach Spaß die Gäste in meinem Garten zu begrüßen,“ erzählt Künstlerin Marloes Lammerts und ergänzt: „Auch die Möglichkeit der persönlichen Terminvereinbarung mit mir haben viele Gäste genutzt.“ Die meisten Gäste nutzen die Möglichkeit die aktuellen Öffnungszeiten als Ergänzung zur Radkarte auszudrucken und auch die Landpartie-Videoportraits von Filmemacher Gerhard Seybert sahen sich zahlreiche Gäste während oder auch in Vorbereitung auf ihre Landpartie-Tour an. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben wir es besonders genossen mehr Zeit für die einzelnen Gäste zu haben und in Ruhe ins Gespräch zu kommen,“ sind sich Raphaele Feldbrügge und Lisa Lepper einig, die beide mit Freude auf ein reges Interesse an ihren Ausstellungsorten zurückblicken.

„Klar war vieles anders, uns und auch unseren Gästen fehlte in diesem Jahr natürlich etwas. Konzerte, Workshops, Lesungen und kulinarische Angebote sind und bleiben wichtige Bestandteile der Landpartie,“ betont Anne van Rennings vom Verein Wirksam und versichert: „Die Landpartie war und bleibt ein Kunst- und Kulturevent für viele Genres.“ Ein guter Grund sich schon jetzt auf das nächste Jahr zu freuen, wenn vieles wieder unkomplizierter möglich sein könnte. „Wir nehmen neue Blickwinkel und wertvolle Erfahrungen aus dieser Ausnahmesituation mit,“ sagt Anne van Rennings. Eine Ausweitung der Landpartie auf mehrere Wochenenden dürfte etwas sein, das mit ins nächste Jahr genommen wird. Man war sie einig: „Besser eine etwas andere Landpartie als gar keine.“