Polizei nimmt Stellung zu Einbrüchen in Kevelaer

Kriminalität in Kevelaer : Einbrüche in Kevelaer haben zuletzt zugenommen

Neuer Trend: Täter steigen nicht mehr so oft in Wohnungen ein. Hintergrund könnte eine Gesetzesänderung sein.

In der vergangenen Woche konnte die Polizei einen 29-Jährigen aus Kevelaer festnehmen, der verdächtigt wird, bei fünf Raubüberfällen in Reeser und Klever Wohnungen beteiligt gewesen zu sein. Erbeutet wurde Bargeld und Schmuck. Das Schlimme war, dass der Mann die Opfer im Schlaf überfiel und in Angst und Schrecken versetzte.

Eine Steigerung bei Wohnungseinbrüchen gebe es nicht, wohl aber bei Einbrüchen in sonstige Gebäude, heißt es von der Polizei. Ein Grund könnte eine Gesetzesänderung sein, vermutet Manuela Schmickler von der Polizeipressestelle des Kreises Kleve. Wohnungseinbrüche wurden dadurch zu Verbrechen, davor wurden sie als Vergehen geahndet.

Mit der Aufwertung als Verbrechen und dem Stellen unter härtere Strafen wolle man die Menschen besser schützen, so Schmickler. Zudem sei man dem gerecht geworden, dass bei einem Einbruch in Wohnungen auch in den persönlichen Lebensbereich der Menschen eingedrungen wird. Auch wenn die Einbrüche in sonstige Räume, wie Büros oder zuletzt in eine Werkstatt und die Schulmensa in Kevelaer, zugenommen haben, so spricht die Polizei von einem „marginalen Bereich“.

„Es ist kein Phänomen in Kevelaer. Es ist normal, dass sich Kriminalität wellenartig entwickelt“, sagt Manuela Schmickler. Aktuell gibt es zum Beispiel wieder eine Betrugsmasche, die nicht neu, aber gehäuft auftritt. Nach dem falschen Polizisten und dem Enkeltrick versuchen Betrüger durch Gewinnversprechen illegal an Geld zu kommen. Telefonisch wird den Opfern ein toller Gewinn in Aussicht gestellt, allerdings müssen sie dafür vorher eine Versicherung bezahlen oder eine Notargebühr hinterlegen, die es genauso wenig gibt wie den Gewinn. Bisher hätten die Angesprochenen im Kreis Kleve den Trick durchschaut.

Damit es so bleibt, lautet die Warnung der Polizei: Nie Geld überweisen oder Gutscheinkarten kaufen und deren Nummercodes an Fremde rausgeben. Man solle sich lieber einmal mehr bei der Polizei melden als einmal zu wenig.

Wie sich Menschen vor Einbrüchen am besten schützen können, zeigt die Polizei bei verschiedenen Informationsveranstaltungen. Der nächste Termin ist bei der Gelderner Polizei am Nierspark am Dienstag, 22. Oktober, um 14 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten. Auf der Internetseite der Polizei NRW Kleve gibt es weitere Informationen zu „Riegel vor, sicher ist sicher“. Einen Ansprechpartner gibt es unter der Telefonnummer 02821 504 1972.

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