Planungen zur Umgestaltung des Kapellenplatzes

Gestaltung in Kevelaer : Eine Frage des Pflasters

Der Gestaltungsbeirat diskutierte über die Planung zum Kapellenplatz. Das Areal soll neu gestaltet werden, der Charakter erhalten bleiben.

Heftig und teilweise kontrovers war in der Vergangenheit über die Neugestaltung des Kapellenplatzes diskutiert worden. Schließlich ist der Bereich so etwas wie die „Herzkammer der Stadt“. Ein Areal, mit dem natürlicherweise auch viele Emotionen verbunden sind. Jetzt haben sich die Planungen konkretisiert und Ludger Holla von der Stadtverwaltung ist sicher: „Wir sind definitiv auf einem guten Weg.“ Es sei eine besondere Herausforderung die verschiedenen Ansprüche und Nutzungen an den Platz unter einen Hut zu bringen. Man habe Außengastronomie ebenso im Blick haben müssen wie die Barrierefreiheit und die Interessen der Kirche. Dass sich rund um Gnadenkapelle und Basilika etwas tun wird, ist schon jetzt nicht zu übersehen. Am Johannes-Stalenus-Platz weist ein großes Plakat auf die geplante Umgestaltung hin. Gleichzeitig gibt es dort Musterflächen, die jetzt schon einen plastischen Eindruck davon geben, wie das Pflaster künftig aussehen könnte.

Im Gestaltungsbeirat wurde die grundsätzliche Planung jetzt noch einmal vorgestellt. Ein wesentliches Element wird bei der Umgestaltung die Pflasterung sein. „Die bestehenden Steine sollen aufgenommen und ersetzt werden, dadurch soll erreicht werden, dass der Platz barrierefrei wird“, erläutert Holla. Ziel ist, dass auch mit dem neuen Pfalster der jetzige Charakter des Platzes erhalten bleiben soll.

Die Bäume sollen möglichst erhalten bleiben. Zudem soll dafür gesorgt werden, dass die Situation der Bäume verbessert wird. Planerin Stephanie Janning hatte bereits in der der Vergangenheit deutlich gemacht, dass die Verhältnisse für die Bäume nicht ideal seien, um sich zu entwickeln. Die Wurzeln liegen unter dem Pflaster, die Umgebung ist hochverdichtet. Die Planerin verglich das mit einem Baum, der in einen Blumentopf gepflanzt werde. Der werde höchstens ein Bonsai bleiben. Um hier eine Verbesserung zu erreichen, sollen die Baumscheiben größer werden, zudem sollen die Wurzeln unterirdisch gedüngt und belüftet werden. Hollas Endruck nach der Sitzung des Gestaltungsbeirates war, dass ein grundsätzlicher Konsens zu der Planung vorhanden sei. Es habe Anregungen gegeben, was bedacht werden solle. Holla sprach von „Feinschliff“. So gab es etwa Anregungen zu den Hecken, mit denen die Busmannstraße und der Übergang zur Amsterdamer Straße optisch etwas abgetrennt werden sollen. Auch war ein Wunsch, dass die weißen Ornament-Einfassungen auch nach der Umgestaltung erhalten bleiben.

Nach dem Gestaltungsbeirat wird sich die Politik im Sommer mit dem Platz beschäftigen. Die Planungen soll den Fraktionen entweder kurz vor oder direkt nach der Sommerpause vorgestellt werden. Bis Ende September muss der Förderantrag raus sein (siehe Infokasten). Grob geschätzt könnte vermutlich 2021 mit der Umgestaltung begonnen werden. Klar ist, dass die Arbeiten auch in die Wallfahrtszeit fallen werden, denn dann herrschen nun mal die besten Witterungsbedingungen für solche Projekte. „Unser Ziel ist aber, dass auch während der Umgestaltung die Gnadenkapelle zu erreichen ist“, sagt Holla. Er ermutigt auch noch mal alle Bürger, an den Sitzungen des Gestaltungsbeirates teilzunehmen. Die seien öffentlich, dort könne jeder seine Meinung einbringen.

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