Pilgerleitertagung als Start in Kevelaer in die Wallfahrtssaison

Kirche in Kevelaer : Wallfahrtsstadt ins rechte Bild gesetzt

Die Pilgerleitertagung ist traditionell der Start in die Saison. Auch diesmal kamen rund 300 Repräsentanten aus ganz Deutschland und den Benelux-Ländern nach Kevelaer. Wallfahrtsrektor Gregor Kauling sprach auch über Missbrauch.

Schon bevor die Gäste überhaupt da waren, legte Tatjana van Went auf der Bühne los. Die Kevelaerer Künstlerin verwandelte eine weiße Leinwand während der Veranstaltung live in eine farbenfrohe Landschaft. Dieses Bild wurde am Ende nicht nur für eine Spende verkauft, sondern sollte auch repräsentativ für die Pilgerleitertagung und Wallfahrten im Allgemeinen sein.

Wie der Moderator Bastian Rütten es ausdrückte, ging es am Samstag auch darum, zu zeigen wie Dinge entstehen oder sich entwickeln. Das war sowohl auf das Bild als auch auf die Wallfahrt bezogen, über die Rütten gemeinsam mit Rainer Killich auf der Bühne sprach. Das Duo vom Wallfahrtsbüro begrüßte die zahlreichen Gäste im Konzert- und Bühnenhaus.

Bastian Rütten interviewte auf der Bühne auch Annette und Romano Giefer. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Zuvor waren die über 300 Repräsentanten aus Deutschland und den Benelux-Ländern noch beim festlichen von Wallfahrtsrektor Gregor Kauling geleiteten Hochamt in der Marienbasilika gewesen. Im Anschluss erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm. So wurden sie mit einem kurzen Film begrüßt, der die Charakteristika und Besonderheiten der Wallfahrtsstadt Kevelaer herausstellte. Im Laufe des Vormittags sollten weitere Filme folgen, die sich auch um die Wallfahrt und ihre Geschichte im Allgemeinen drehten. 

„Es geht vor allem um eine gute inhaltliche Wallfahrt, und nicht nur um die Koordination dieser“, betonte Rainer Killich zu Beginn der Pilgerleitertagung. Das wurde auch in dem Motto „Herr, wohin sollen wir gehen?“ thematisiert. Bei einer Wallfahrt sei das Ziel klar, im Leben sei man sich seines Weges jedoch nicht so sicher.

Auch die Wallfahrtsleitung Kevelaer müsse sich immer Gedanken machen, wie sie in die Zukunft gehen wolle. Für dieses Jahr steht der Plan schon fest und wurde den Anwesenden räsentiert. Angefangen mit der Fahrradwallfahrt kurz vor dem offiziellen Auftakt am 1. Mai mit dem Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf, präsentierte das Moderatorenduo eine Menge Höhepunkte für 2019.

Wallfahrtsrektor Gregor Kauling thematisierte auch den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche, den er als „tiefen Abgrund“ bezeichnete. Er betonte, wie hilfreich auch die Pilger sind, um dem hässlichen Bild des Missbrauchs entgegenzustehen. Außerdem erinnerte er an die vielen schönen Botschaften über Sexualität, die die Bibel predigt. „Wir müssen weiter die Botschaften Jesus vernehmen, sonst ist es der zweite Sieg des Bösen“, betonte Kauling.

Ein Präsent gab es für Jules de Bruin. Der Dolmetscher hatte in diesem Jahr bereits zum 25. Mal die Ansagen auf der Bühne ins Niederländische übersetzt.

Aber auch alle anderen Gäste der Pilgerleitertagung durften sich am Samstag über Geschenke freuen. Nach dem abschließenden Mittagessen, durfte jeder eine Tüte gefüllt mit Themenheften, Büchern und DVDs über die Wallfahrt mit nach Hause nehmen.

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