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Kevelaer: Per Rad auf den Spuren der Heiligen

Kevelaer : Per Rad auf den Spuren der Heiligen

Sie tun's freiwillig und immer wieder: Bis zu 30 Kinder und Jugendliche werden auch in diesen Herbstferien mit ihrem Kaplan zu einer religiösen Radtour aufbrechen. Die jungen Kevelaerer bewegen sich auf den Spuren von Heiligen und Seligen.

Vom 7. bis zum 11. Oktober werden sie täglich etwa 50 Kilometer zu bewältigen haben, dazu Gottesdienste feiern, an Gesprächsrunden teilnehmen, beten und singen. Angela Schraml, 15, und Robin Rommen, 17 Jahre alt, gehören zu den Betreuern. Sie sind selbst jahrelang als "Kinder" mitgefahren und haben an die Touren viele Erinnerungen.

"Ich finde es interessant, zu sehen, wo die Heiligen gelebt haben", sagt Angela und verweist auf Grabstätten in Kirchen und auf Reliquien. Robin sagt, durch die gemeinsame Anstrengung und die nachfolgende Besinnung komme eine "Riesengemeinschaft" zustande. "Die Kinder sind ja zum Teil noch sehr jung und entsprechend stolz, wenn sie die Strecken schaffen." Außerdem lerne man einfach viel: "Wenn ich in meiner Klasse frage: Wer war Karl Leisner, dann weiß das keiner. Ich finde es wichtig, dass man Vorbilder hat, und orientieren sollte man sich nicht unbedingt an Dieter Bohlen."

Los geht's am Priesterhaus, und die erste Etappe führt nach Roermond. Dort wird übernachtet, und von dort aus geht's weiter nach Jüchen und schließlich nach Köln, wo zwei Nächte vorgesehen sind. Gekocht (oder Mitgebrachtes aufgewärmt) wird in der Gruppe, wenn jemand einen Platten hat, gibt's Spezialisten, die flicken können. Das Gepäck reist in einem Fahrzeug von Quartier zu Quartier — Isomatte, Schlafsack und Co. wären sonst doch etwas sperrig.

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Kaplan Klüsener findet wichtig, die jungen Gemeindemitglieder bei einer solchen Tour besser kennen zu lernen. Jeden Tag feiere die Gruppe eine Messe ganz unter sich — dabei gehe es natürlich um die Heiligen, die in der jeweiligen Kirche verehrt würden.

(RP)