Parookaville unterstützt DJ School in Goch an der Gaesdonck

Unterstützt von Parookaville : Eine Schule für den DJ

Die DJs von Parookaville sind Weltstars. Erste Tipps für den Einstieg als DJ will eine Schule mit zwei Workshops an der Gaesdonck geben.

So ändern sich die Zeiten. „Als ich 16 war, da wollten alle in eine Band, heute wollen alle DJ werden“, sagt Bernd Dicks grinsend. Er muss es wissen, denn er gehört zum Team des Festivals, das derzeit das Maß aller Dinge für DJs und Electro-Dance-Music ist: Parookaville.

Viele träumen davon, einmal selbst bei dem Mega-Event aufzulegen und sei es nur auf einer der kleineren Bühnen. Und bei dem ersten Schritt in die Welt der DJs will das Parookaville-Team durch seine guten Kontakte mithelfen. Denn immer wieder betonen die Organisatoren, dass es ihnen wichtig ist, auch lokal Akzente zu setzen und vor allem auch Dinge etwas abseits des gigantischen Festivals zu organisieren. So entstand gemeinsam mit dem Team der Veranstaltungsreihe „Comeback-Disco“ aus Goch die Idee, eine Schule für DJs anzubieten. „Comeback“ stellte eine vierstellige Summe zur Verfügung, den gleichen Teil gab es noch von Rotaract. Die Jugendorganisation von Rotary hatte, wie berichtet, beim  Festivals Dosen eingesammelt. Es kam die gigantische Zahl von 133.000 Dosen zusammen, was 30.000 Euro machte. Dieses Geld wird in Projekte investiert, die Jugendliche und Musik zusammenbringen sollen. Und ein Teil fließt eben in die DJ-Schule.

Bülent Aris, Theo Aymans, Erhard Engler, Bernard Lay, Bernd Dicks und Jerome Steinberg (v.l.) werben für die DJ-School. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Bevor die Nachwuchs-DJs bereits vom großen Auftritt bei Parookaville träumen, stellt Bernd Dicks aber klar: „Es geht jetzt hier nicht um einen Wettbewerb, bei dem der Beste nachher bei uns auftritt. Vielmehr geht es darum, Jugendlichen die Tricks und Kniffe für das DJ-Pult beizubringen.“ Als Profis sind dafür Bülent Aris und Jerome Steinberg vom Tonstudio Lentrome mit im Boot. Unter anderem wurde in diesem Studio der Track „Came to Play“ mit Aloe Blacc produziert. Der Star DJ (Hit: I need a Dollar) trat mit dem Song auch bei Parookaville auf.

„DJ zu sein, bedeutet heute viel mehr, als eine Platte aufzulegen oder einen USB-Stick in den Computer zu schieben“, sagt Bülent Aris. Ein Set muss geschickt aufgebaut und an den Sound angepasst sein. Daher sollten die Teilnehmer schon ein Gefühl für Sounds und Musik mitbringen, Notenkenntnisse dagegen sind nicht unbedingt nötig. Auch ein Instrument muss man nicht zwingend spielen können.

Organisiert wird die DJ-Schule gemeinsam mit dem Collegium Augustinianum Gaesdonck in Goch. Auch das hat mehrere Gründe. Einmal gibt es in der Schule bereits ein  Tonstudio, außerdem haben Bernd Dicks und Bernard Lay von Rotaract hier auch ihr Abitur gemacht. „Das  gibt es noch viele Kontakte“, sagt Dicks. Die Gaesdonck sei auch begeistert von dem Projekt, auch weil es zeige, wie vielschichtig die Einrichtung ist. Gleichzeitig ist Dicks wichtig zu betonen, dass sich die DJ-Schule nicht nur an Gaesdonck-Schüler richtet. Daher werden Theo Aymans und Erhard Engler von „Comeback“ auch möglichst alle weiterführenden Schulen im Kreis Kleve ansprechen.

„Erst einmal soll das eine einmalige Sache sein, aber wenn es super läuft, kann man sicher auch über eine Wiederholung nachdenken“, sagt Dicks.

Davon träumen viele, einmal DJ bei Parookaville sein wie hier auf dem Penny-Tower. Foto: ja/Meteling

Und wie ist es denn, wenn bei der DJ-School dann doch das große Talent entdeckt wird? „Bülent ist Profi, wenn wirklich jemand mit Talent dabei ist, wird der sicher auch weiter beobachtet“, meint Dicks.

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