Weeze: Parookaville hat ein Zuhause

Weeze: Parookaville hat ein Zuhause

Die 24 Mitarbeiter des Festival-Projektes ziehen in der nächsten Woche in ihr neues Bürogebäude in Weeze. Von hier aus werden künftig die Fäden bei Deutschlands größtem Electro-Dance-Festival gezogen. 1,5 Millionen Euro wurden investiert.

"Von der Event-Idee zur Veranstaltungsagentur mit 24 Festangestellten - in nur vier Jahren" - so bringt der Pressetext die Geschichte des Mega-Festivals auf den Punkt. Und künftig hat Parookaville ein Zuhause, mitten in Weeze. Auf 870 Quadratmetern Bürofläche wird das Team um die Parookaville-Gründer Bernd Dicks, Norbert Bergers und Georg van Wickeren in Zukunft arbeiten. Nächste Woche ist es so weit: Die Arbeitscontainer am Flughafen, in denen schon seit langer Zeit der Platz fehlte, werden gegen einen hochwertigen und modernen Neubau eingetauscht.

"Abriss und Aufbau in einer Woche", scherzt Bernd Dicks über die kurze Bauzeit des Projektes. Tatsächlich dauerte die Bauphase acht Monate und nun ist endlich das Ziel erreicht.

Das Team betont, dass es großen Wert auf regionale Wirtschaftspartnerschaften lege. Viele der Unternehmen seien langjährige Partner des Parookaville. Beim Neubau achtete man darauf, die Aufträge an lokale Unternehmen zu vergeben. Insgesamt investierte die Parookaville GmbH hier 1,5 Millionen Euro.

Im Gebäude wird es neben eines Empfangsbereichs ungefähr 35 Arbeitsplätze für die 24 Mitarbeiter, Praktikanten und Freiberufler geben. Außerdem gibt es vier Besprechungsräume im neuen Bürogebäue, die für sechs bis zu 20 Personen ausgelegt sind. Neben einem Glasfaseranschluss enthält das Gebäude eine intelligente Gebäudetechnik und moderne Präsentationstechniken.

"Größer, heller, kommunikativer - optimale Bedingungen für die kreative Team-Arbeit." So lautet der Leitspruch für den Bau des neuen Gebäudes. Der Fokus lag dabei auch darauf, ein "offenes Arbeiten" durch viel Glas und den Bau einer Terrasse zu ermöglichen. Dort soll ein Grill, in den großen Besprechungsraum ein Kicker und eine Sitzecke eingerichtet werden. Ein weiterer Punkt ist die Gleichberechtigung aller Mitarbeiter des Teams. Die Geschäftsführer haben hier keine gesonderten Stellungen. "Unser Büro ist kleiner als das der anderen", erklären sie scherzhaft.

  • Parookaville hat eine neue Heimat: Das sagt Festival-Gründer Bernd Dicks

Insgesamt wechseln 14 Firmen an den neuen Standort. Darunter sind die Unternehmensgruppen "Next Events" und "Conx", die in den Bereichen Projektentwicklung von Immobilien und außerdem Planung und Veranstaltung von Events tätig sind. Auch das Gocher Festzelt ist weiterhin ein Großprojekt des Unternehmens, das jetzt vom Neubau am Katharinenquartier organisiert wird.

Wichtig für die Gründer war, die Heimatnähe zu bewahren und im Ortskern Weezes näher an ihrem Zuhause positioniert zu sein als auf dem Flughafengelände.

Der so genannte "Think Tank" oder das "planerische Hirn" des Mega-Events sitzt nun also unmittelbar in der Heimatgemeinde der drei Gründer. Angesichts des "Baubooms in Weeze", so Dicks, sei man froh, noch ein freies Grundstück für den Parookaville-Bau gefunden zu haben. Mit dem Standort Katharinenquartier sei man sehr zufrieden. "Gesucht und gefunden", bemerkt einer der drei Gründer.

Obwohl Parookaville mittlerweile das größte Dance-Festival Deutschlands geworden ist, achten die Organisatoren darauf, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. "Wir sind mit unseren Ideen zwar wahnsinnig, aber nun einmal nicht größenwahnsinnig", sagt Bernd Dicks. Daher soll es auch erst einmal bei der Besucherzahl von 80 000 Personen bleiben.

Das Team ist also sehr gespannt auf den neuen Standort und stolz, dass in so kurzer Zeit ein sehr modernes und kommunikatives Bürogebäude mit mehr Arbeitsfläche entstanden ist.

(RP)
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