Wie kann das sein? Fans trinken 20.000 Liter weniger Bier bei Parookaville

Weeze · Der Bierumsatz ist am Campingplatz des Mega-Festivals kräftig eingebrochen. Zehn Prozent weniger Dosen wurden verkauft. Das sind die Gründe dafür.

Die Fans tranken diesmal bei Parookaville weniger.

Die Fans tranken diesmal bei Parookaville weniger.

Foto: Eirik Sedlmair

Die Zahlen waren gigantisch, wie so vieles bei Parookaville: Sagenhafte 400.000 Dosen Bier verkaufte Penny in seinem Campingplatz-Supermarkt während des Festivals im vergangenen Jahr. Die Fans auf dem Zeltplatz –  denn nur die dürfen in dem Markt einkaufen – scheinen mächtig Durst zu haben. Wie gigantisch die Menge ist, zeigt auch die Tatsache, dass die freiwilligen Helfer im vergangenen Jahr nach dem Festival allein 60.000 Euro an Pfand durch eingesammelte Bierdosen einnahmen.

Doch diesmal werden die Helfer weit weniger Dosen in ihre Sammelsäcke gepackt haben. Denn die Fans hatten 2023 viel weniger Durst. Diesmal gingen in den Penny-Stores nur 360.000 Bierdosen über die Ladentheke, das sind satte 40.000 Dosen weniger als im Vorjahr. Oder anders gerechnet: Auf dem Campingplatz wurden 20.000 Liter Bier weniger getrunken.

Stellt sich die Frage, woran es gelegen hat. Die Menge der Besucher  kann nicht der Grund sein, denn diesmal campten 40.000 Fans auf der Anlage, genau so viele wie 2022. Am Bier selbst kann es auch nicht gelegen haben. Erneut gab es Gerstensaft in den Parookaville-Dosen der Brauerei Warsteiner, die Sponsor des Festivals ist. Anderes Bier  wurde auch nicht ausgeschenkt. „Wir haben die selben Sorten wie 2022 verkauft“, so eine Sprecherin von Warsteiner.

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Foto: Julien Duval

Penny hat einen Schuldigen für den Biereinbruch ausgemacht: das Wetter. „Am Festivalsonntag hat es viel geregnet, das hat uns hier auch die Bilanz verregnet“, so eine Sprecherin von Penny. Denn wenn es nass und regnerisch ist, sinkt logischerweise auch der Durst. So sieht es auch Warsteiner: „2022 war ein absolutes Rekordjahr was die Temperaturen anging, auch beim Festival war es heiß. Diesmal war das Wetter schlechter. Das hat sich auch auf den Bierabsatz ausgewirkt.“

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Foto: Eirik Sedlmair

Die Fans auf dem Campingplatz tranken aber nicht nur weniger Bier. Die Festival-Supermärkte verkauften diesmal auch nur 103.000 Wasserflaschen. Ein Jahr zuvor waren es 30.000 mehr gewesen. Regen macht eben keinen Durst.