Verdacht auf K.o.-Tropfen Ergebnisse der Urinproben nach Parookaville liegen vor

Weeze · Während des Festivals im Juli am Airport Weeze war einigen Fans übel geworden. Sie hatten sich daraufhin bei Sanitätern gemeldet. Die Polizei vermutete einen Anschlag mit K.-o.-Tropfen.

Die Polizei hatte die Proben nach dem Festival in einem Labor untersuchen lassen (Symbolfoto).

Die Polizei hatte die Proben nach dem Festival in einem Labor untersuchen lassen (Symbolfoto).

Foto: dpa/Robert Michael

Die Polizei hatte nach dem Mega-Festival grundsätzlich eine positive Bilanz gezogen. Im Vergleich zu der Masse an 225.000 Besuchern hatte es im Juli nur wenige Straftaten gegeben. Lediglich 25 Strafanzeigen gab es im Zusammenhang mit dem Festival. Für viel Aufsehen hatte allerdings gesorgt, dass gleich mehrere Fälle von Verdacht auf K.-o.-Tropfen gemeldet wurden. Die Polizei hatte dazu fünf Anzeigen aufgenommen. „Die betroffenen Besucher hatten sich bei den Sanitätern gemeldet, weil ihnen übel geworden war, sie haben sich schlecht gefühlt“, berichtete Polizeisprecherin Manuela Schmickler. Daraufhin hatte man von den Personen Urinproben genommen, die in ein Labor zur Untersuchung geschickt wurden. Ermittelt wurde wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Jetzt liegen die Ergebnisse der Proben vor, wie die Polizeisprecherin auf Anfrage der Redaktion mitteilte. „Bislang konnte in den Urinproben keine Substanzen nachgewiesen werden, die auf K.-o.-Tropfen hindeuten“, sagt Manuela Schmickler. Mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ habe es keine Attacken mit sedierenden Mitteln gegeben. Die Personen, denen plötzlich schlecht geworden war, hätten vermutlich nicht genug gegessen und zu wenig Wasser getrunken. Bei der Hitze könne das dann auch zu einem „Filmriss“ führen. Vor allem dann, wenn man sich auch noch durch Tanzen verausgabt habe.

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Dass sich die Besucher, denen schlecht geworden war, gemeldet hätten, sei aber das richtige Verhalten gewesen. „Es ist immer besser, so einen Verdacht zu äußern und anzuzeigen. So kann dem nachgegangen und Proben untersucht werden“, so die Polizeisprecherin.

Dass sich herausgestellt habe, dass es sich wohl nicht um K.-o.-Tropfen gehandelt hat, sei auch für die anderen Besucher beruhigend, denen vielleicht auch schlecht geworden sei. Sie wüssten nun, dass die Polizei keine Hinweise auf gezielte Angriffe mit sedierenden Mitteln habe.

(zel)