Parookaville: Fans sind auf der Heimreise

Festival am Niederrhein : Fans treten müde die Heimreise von Parookaville an

Parookaville 2018: Die Festivalbürger verlassen die Stadt

Der Zeltplatz beim Mega-Festival ist inzwischen leer. Die Abreise lief ohne größere Zwischenfälle.

Im vergangen Jahr bleiben die Autos im Schlamm stecken, Trecker mussten die Wagen aus dem tiefen Matsch wieder auf die Straße ziehen. Diesmal hatten die Autos gar keine Probleme und deckten die wartenden Fans bei der Abfahrt nur immer wieder mit dichten Staubwolken ein. Denn auch am Abreisetag schien die Sonne, beste Bedingungen also, um das Zelt abzubauen und nach den anstrengenden Festivaltagen die Heimreise anzutreten.

„Abgefahren, affengeil“, lautet das Fazit von Simon Ahrens, der mit Freunden aus dem Emsland nach Weeze gekommen war. Er hätte sich allerdings gewünscht, dass es beim Zeltaufbau strengere Kontrollen gegeben hätte. „Dadurch war dann zeitweise zu wenig Platz“, sagt die Truppe. Geärgert hat die Emsländer, dass einige Leute auf dem Campingplatz einfach ihren Müll zurückgelassen haben. „Das geht gar nicht“, finden sie. Jeder sollte seinen Kram zumindest etwas zusammenräumen. Doch für alle ist klar: Im nächsten Jahr wollen sie wiederkommen. Zurück kamen sie ganz bequem per eigenem Bus. Andere stiegen in den Shuttle, der die Fans zum Bahnhof brachte. Manchem dauerte das dann aber zu lange, und so zog ein Großteil mit Sack und Pack die fünf Kilometer zu Fuß zum Bahnhof.

Max Keil aus Hagen fuhr mit einem Kumpel im Auto zurück und hat ebenfalls fest vor, im kommenden Jahr wiederzukommen. Dann will er auf jeden Fall einen Rollwagen für das Gepäck mitnehmen. Ohne den gehe gar nichts, sagt der 27-Jährige.

Die Abreise ging laut Polizei ohne größere Probleme über die Bühne. Dass die Fans so zügig vom Parkplatz kamen, hatte kurioserweise auf der Autobahn  dann negative Auswirkungen. Hier kam es zwischen den Abfahrten Kervenheim/Uedem und Sonsbeck zu einem längeren Stau vor der Baustelle.

An der Zufahrt zur Abholstelle gab es gegen 12 Uhr einen Auffahrunfall. Dadurch entstand in dem Bereich eine Engstelle, was zu einem kleineren Rückstau führte. Um 15 Uhr war der Platz wie geplant leer, berichteten die Veranstalter.

Anschließend zog dann erst einmal eine Gruppe vom Rotarier-Nachwuchs über die riesigen Campingplätze. Die Jugendlichen sammelten Dosen und Plastikflaschen ein. Das Pfand soll für soziale Zwecke genutzt werden.

Eine gemeinnützige Organisation wird zudem alles auf dem Gelände einsammeln, was noch irgendwie zu gebrauchen ist. Zehn Tage soll der Abbau dauern, dann sollen die Wiesen wieder an die Eigentümer übergeben werden.

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