Kevelaer: OW 1: Minister bestätigt Genehmigung 2017

Kevelaer: OW 1: Minister bestätigt Genehmigung 2017

Michael Groschek antwortete auf Brief des Bürgermeisters. Termin für Bau allerdings noch offen.

Jetzt hat die Stadt Kevelaer es auch vom Verkehrsminister persönlich schwarz auf weiß. In einem Brief an Bürgermeister Dominik Pichler schreibt Michael Groschek, dass vorgesehen ist, im Jahr 2017 den Planfestellungbeschluss für die Südumgehung (OW 1) zu erlassen. Das wäre die Genehmigung für das Projekt.

Wie berichtet, hatte der Bürgermeister seinen SPD-Parteigenossen in Düsseldorf angeschrieben, nachdem dieser kritisiert hatte, dass Bürgerinitiativen manche Projekte blockieren würden. "Ich habe ihm geschrieben, dass es in Kevelaer genau umgekehrt ist. Hier gibt es mit der Initiative Pro OW 1 eine Gruppe, die sich sehr darüber freuen würde, wenn ein Projekt vorangetrieben wird", sagt Pichler.

In seinem Brief weist Groschek darauf hin, dass sich das Verfahren verzögert habe, weil der streng geschützte Biber an der Issumer Fleuth gesichtet worden sei. Der Biber sei dort vorher nicht bekannt gewesen und habe daher auch in den Genehmigungsunterlagen keine Berücksichtigung gefunden. Das habe nachgeholt werden müssen. Von der höheren Landschaftsbehörde sei eine ergänzende Bewertung zur artenschutzrechtlichen Betroffenheit des Bibers gefordert worden. Nach diesem Gutachten dürfte der Bau der Umgehungsstraße ohne Umsiedlung der Biber zulässig sein, auch die Trassenführung müsse deswegen nicht verändert werden. Groschek geht von einer Genehmigung in 2017 aus. Bei einem konkreten Termin für den Bau hält er sich allerdings zurück. Darüber werde entschieden, wenn der Planfeststellungsbeschluss vorliegt. "Diese Entscheidung wird anlässlich der dann anstehenden Aufstellung des jährlichen Straßenbauhaushalts durch den Landtag zu treffen sein. Hier wird auch das Engagement der Bürgerinitiative Pro OW 1 zu berücksichtigen sein", schreibt Groschek. Große Überraschungen bot der Brief für den Bürgermeister nicht. "Das war auch nicht zu erwarten. Wichtig war uns, ein deutliches Signal nach Düsseldorf zu senden, dass die Kommune weiter ein großes Interesse am Bau der Straße hat", sagt Pichler.

(RP)