Bauarbeiten beim Niersexpress Bahn tauscht Problemkabel aus und hält Ersatzbusse bereit

Niederrhein · In Kürze beginnen die Arbeiten zwischen Geldern und Kevelaer. Die Bahn hält zwei Ersatzbusse bereit, weil sie Störungen für möglich hält.

Die Bahn stellt zur Sicherheit zwei Ersatzbusse bereit, falls der Niersexpress ausfällt.

Die Bahn stellt zur Sicherheit zwei Ersatzbusse bereit, falls der Niersexpress ausfällt.

Foto: Norbert Prümen

Die Bahn reagiert auf die ständigen Probleme beim Niersexpress. Wie berichtet, hatte es immer wieder Probleme mit der Technik gegeben. Zum Jahreswechsel war die Strecke zwischen Kevelaer und Nieukerk für längere Zeit komplett dicht, weil der Dauerregen die porösen Kupferkabel lahmgelegt hatte. Danach war ein Teil der Leitung bereits ausgewechselt worden.

Jetzt wird weitere Technik ausgetauscht, das kündigte die Bahn am Mittwoch in einer Pressemitteilung an. Ab Ende Februar sollen auf dem Streckenabschnitt zwischen Kevelaer und Geldern weitere Kupferkabel ausgetauscht werden. „Bis Ende März werden vorsorglich Übertragungskabel zu Bahnübergängen erneuert, die bislang noch nicht digitalisiert sind. Insgesamt rund 5300 Meter Kabel verlegen die Bauteams neu“, so eine Bahnsprecherin. Während der Baumaßnahmen stellt die Bahn zwei Ersatzbusse bereit. Die Wagen stehen in Geldern, kommen aber nur im Falle einer Störung zum Einsatz. Sie sollen dann kurzfristig einspringen können. Einsatzbereit sind sie montags bis freitags von 5 bis 24 Uhr. Am Wochenende würden die Ersatzbusse nicht fahren. Für die Wagen seien auch immer kurzfristig Fahrer verfügbar. Man sei sicher, dass das System gut funktionieren werde.

In einer Petition hatten Pendler einen Parallel-Busverkehr gefordert. Dazu wird es nicht kommen. Die Ersatzbusse fahren nur, wenn es Störungen gibt. Bezahlt werden die Wagen von der Bahn selbst. Den üblichen Schienenersatzverkehr übernimmt sonst die Rhein Ruhr Bahn, die den Niersexpress betreibt.

Darüber hinaus hat die Bahn mit dem Hersteller der digitalen Stellwerkstechnik eine Sonderbereitschaft rund um die Uhr an sieben tagen in der Woche vereinbart. Auch die Deutsche Bahn selbst hat noch eine zweite Zusatzbereitschaft eingerichtet, um auftretende Störungen schnellstmöglich zu beheben. „Seit der Reparatur der Wasserschäden, die Übertragungskabel stark beschädigt hatten, sind Infrastrukturstörungen jedoch bereits signifikant zurück gegangen“, so die Bahnsprecherin. Es habe seitdem nur noch wenige Störungen gegeben.

Ab Sommer wird die Bahn dann weitere Maßnahmen vorantreiben. Das Herzstück – das 70 Kilometer lange Glasfaserkabel – ist bereits verlegt. Nun müssen von diesem zentralen Glasfaserkabel die Abzweigungen an die Stellwerke, Technikmodule und Bahnübergänge verlegt und angeschlossen werden. Die Umstellung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

„Die Verkabelung erfolgt parallel zu den bestehenden Übertragungswegen. Die An- und Umschaltung kann somit nachts in Zugpausen erfolgen“, so die Bahn. Danach erfolge die Übertragung der Informationen zwischen den Stellwerken und vielen Bahnübergängen über ein neues Glasfaserkabel mit hoher Bandbreite. Dieses Kabel sei auch weniger störungsanfällig bei Starkregen wie im Dezember, verspricht die Bahn.

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