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Nicole Lücke ist stellvertretende Leiterin am Gymnasium Kevelaer

Neue Aufgabe für Nicole Lücke in Kevelaer : Neue Konrektorin am Gymnasium

Nicole Lücke aus Kevelaer ist jetzt im Leitungsteam ihrer „alten“ Schule. Das Gymnasium hat sie als Schülerin früher selbst besucht.

Nicole Lücke muss lachen. „Nein, nein, für mich war das gar kein Problem, an meine alte Schule zurückzukommen. Im Gegenteil. Ich habe mich hier als Schülerin immer wohlgefühlt“, sagt die 47-Jährige, die jetzt offiziell neue stellvertretende Schulleiterin des Kardinal-von- Galen-Gymnasiums in Kevelaer ist. Stellvertreterin also genau da, wo Nicole Lücke einst ihr Abitur machte. Von der Realschule war sie auf das Gymnasium gewechselt und die Zeit damals habe bereits  den Wunsch geweckt, später selbst Lehrerin zu werden. „Ich hatte tolle Lehrer, die mich geprägt haben. Vor allem Deutsch, Niederländisch und katholische Religion hatten es mir angetan.“ Sie studierte diese Fächer später auch.

„Das ganz konkrete Ziel, später an meiner Schule auch als Lehrerin zu arbeiten gab es nicht. Aber ich konnte mir schon damals gut vorstellen, auch später wieder nach Kevelaer zu kommen“, sagt sie. Während sich mancher schlecht vorstellen kann, später ausgerechnet wieder an die alte Schule zurückzukehren, war das für Nicole Lücke immer eine Option. „Ich bin schon heimatverbunden“, sagt sie. Gleichwohl sollte es bis 2018 dauern, bis sie tatsächlich ans Gymnasium in Kevelaer kam. Studiert hat sie in Köln, das Referendariat absolvierte sie an verschiedenen Schulen in Bocholt. Es folgten Stationen am Gymnasium in Goch und auch in Aachen. Schon immer reizten sie auch Aufgaben neben dem reinen Unterricht. Sie war Moderatorin in der Lehrerausbildung, Trainerin für die Bezirksregierung und Fachleitung in der Lehrerausbildung.

 Nicole Lücke ist neue stellvertretende Schulleiterin.
Nicole Lücke ist neue stellvertretende Schulleiterin. Foto: Gymnasium/Baran
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Als sie nach Kevelaer zurückkam, traf sie dort sogar noch auf Lehrer, bei denen sie selbst Unterricht hatte. Und immer wieder trifft sie im Unterricht auch Kinder von Bekannten. All das sieht sie eher positiv. „Ich bin gerne Kevelaerer.“ Die Option, mit in die Leitung einer Schule einzusteigen, habe sie immer spannend gefunden. „Umso mehr freue ich mich, dass das ausgerechnet in Kevelaer geklappt hat“, sagt die 47-Jährige.

Im Schulleitungsteam arbeitet sie schon länger mit, nach der Probezeit hat sie den Posten der Konrektorin auch offiziell inne. Ein wichtiges Projekt sei aktuell das Entwickeln eines Leitbildes für die Schule. Auch dabei ist ihr die Arbeit im Team ganz wichtig. „Ein Leitbild kann nur etwas sein, das von allen gemeinsam entwickelt wird. Kollegium, Eltern und Schüler müssen da eingebunden werden.“

Sie ist sicher: „Unser Slogan ,Mitten in Kevelaer, mitten im Leben‘, ist auch so etwas wie ein Programm für den Schulalltag.“ Schule sei Lern- und Lebensraum gleichermaßen. „Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass die Schüler sich hier wohlfühlen und gerne in die Schule kommen.“ Sie hat den Eindruck, dass das der Fall ist. Dazu trage auch das gute Verhältnis zwischen Schule und Schulträger bei. „Die Stadt unterstützt uns wirklich nach Kräften, ich weiß, dass das nicht überall selbstverständlich ist.“

Aber auch der Bürgermeister war schließlich früher selbst auf dem Gymnasium. „Der war ein paar Stufen unter mir“, sagt Nicole Lücke.