Neues Wunschgewerbegebiet an B 9 in Weeze

Gewerbeflächen in Weeze : Neues Wunschgebiet an der B 9 im Blick

Die Gewerbeflächen für Unternehmen in Weeze sind gefragt. Daher werden zusätzliche Areale gesucht. Zwischen Bundesstraße und Willy-Brandt-Ring wäre ein mögliches Gebiet. Problem ist allerdings die Zufahrt.

Kein schöner Anblick; das frühere Chinarestaurant an der B9, bis hier soll das neue Gewerbegebiet reichen. Foto: Latzel

Die Gemeinde boomt. Wie berichtet, ist Weeze die Region, die in Nordrhein-Westfalen prozentual am stärksten wächst. Und nicht nur Wohnbauland wird gesucht, sondern auch Gewerbegebiete. Eines entsteht, wie berichtet, kommunenübergreifend an der Grenze zwischen Weeze und Goch (siehe Info). Ein anderes hat die Gemeinde recht citynah ins Visier genommen. „Geprüft wird, ob ein neues Gewerbegebiet zwischen B 9 und Bahnlinie entstehen kann“, berichtet Wilhelm Möll-Tönnesen vom Bauamt. Das Areal erstreckt sich grob vom früheren China-Restaurant an der B 9 bis zum Willy-Brandt-Ring. Die planerische Ausweisung sei über den so genannten Gewerbeflächenpool machbar, so der Mann vom Bauamt. Das Problem ist allerdings die Erschließung des Geländes. Das war bereits Thema im Ausschuss. Die zuständige Behörde Straßen.NRW hat nämlich deutlich gemacht, dass es eine Zufahrt direkt von der Bundesstraße nicht geben wird.  Also bleibt eine Zufahrt vom Willy-Brandt-Ring. Die Fahrzeuge würden gegenüber der Kevelaerer Straße in das Gebiet fahren, so der Plan. Problem ist allerdings, dass nur wenige Meter weiter die große Kreuzung mit der Bundesstraße ist. Also wird eine Lösung gesucht, mit der verhindert werden kann, dass es zu langen Rückstau gibt und gleichzeitig der Verkehr gut abfließen kann. Geprüft worden war, ob es möglich ist, einen Kreisverkehr an der Kreuzung Willy-Brandt-Straße/Kevelaerer Straße einzurichten. Die Simulation zeigte: Das ist keine praktikable Lösung. Auch bei zwei aufeinander abgestimmten Ampeln könne es zu Problemen kommen. Trotz dieser Schwierigkeiten wollen die Politiker die Idee von dem neuen Gewerbegebiet nicht verwerfen. Eine Überlegung ist jetzt, durch eine zusätzliche Linksabbiegespur vom Willy-Brandt-Ring ins Gewerbegebiet den Verkehr zu entzerren. Damit gäbe es eine Rechtsabbiegespur, eine kombinierte Spur für geradeaus und Linksabbieger und eine separate Linksabbiegspur. So könne erreicht werden, dass der zu erwartende Verkehr, der von der B 9 auf den Willy-Brandt-Ring einbiegt, möglich problemlos ins Gewerbegebiet einbiegen kann. Das ist zumindest die Idee. Ob es überhaupt funktioniert, soll jetzt eine neue Simulation zeigen. Klar ist auf jeden Fall, dass die Gemeinde für den Bau dieser Kreuzung selbst aufkommen muss. Allein für die Anbindung des Gewerbegebietes würden bereits 1,1 Millionen Euro fällig. Zudem müsste die Gemeinde die Unterhaltung der Kreuzung bezahlen. Trotzdem beauftragte die Politik die Verwaltung, durchzurechnen, ob es verkehrsmäßig möglich ist, das Gewerbegebiet an den Willy-Brandt-Ring anzubinden. „Wenn die Simulation am Ende zeigt: Das ist machbar, müssten wir weitere Gespräche mit Straßen.NRW führen“, erläutert Moll-Tönnesen. Bei allem müsse man aber im Blick haben, wie sich der Verkehr in den kommenden Jahren entwickelt. Klar ist, dass auch die Gemeinde ein Interesse an dem Gebiet hat, denn es sind keine Gewerbeflächen mehr vorhanden. Eine Ausnahme bildet das geplante Areal an der Grenze zu Goch.