neuer Skate-Park in Kevelaer rückt in die City

Planung in Kevelaer : Skate-Park rückt in die City

Aus dem Fördertopf des EU-Programms Leader bekommt Kevelaer 250.000 Euro für die geplante Anlage am Schulzentrum. Das ist die maximale Fördersumme. Die Jugendlichen sollen an der Planung des Areals beteiligt werden.

Wer momentan in Kevelaer skaten will, muss erst einmal raus aus der City fahren. Die Anlage liegt ganz am Rande der Stadt in der Nähe der Firma Red Sun. Sie ist dort mehr oder wenig seit einigen Jahren sich selbst überlassen. Das große Highlight für die Jugendlichen ist das Areal nicht. Als die Stadt 2016 Kinder und Jugendliche nach ihren Wünschen befragte, war es daher kaum eine Überraschung, dass sich der Nachwuchs eine neue Anlage wünschte. Am besten möglichst zentral.

Die Idee von einem neue Skatepark war geboren. Da Kevelaer immer auf der Suche nach möglichen Zuschusstöpfen ist, wurde Kontakt zu den Verantwortlichen des EU-Förderprogramms Leader aufgenommen. Die Marienstadt ist Mitglied beim Projekt, das sich für die Stärkung des ländlichen Raums einsetzt, auch finanziell.

Anfang des Jahres stellte die Verwaltung das Projekt dort vor. Es gab grünes Licht, doch bei den weiteren Planungen stellt man fest, dass die ursprünglich veranschlagten 300.000 Euro nicht reichen würden. Um wirklich eine Anlage zu haben, die auch dem Regelwerk entspricht, müsste der Skatepark mindestens 500 Quadratmeter groß sein. Also wurde noch mal geplant und gerechnet: Mit 380.000 Euro wäre eine so große Anlage möglich. Und im November gab Leader tatsächlich sein Okay für die höhere Summe. 130.000 Euro zahlt die Stadt, 250.000 Euro kommt von Leader. Das ist die Maximal-Summe, die über das Programm möglich ist. „Wir freuen uns, dass das Projekt gefördert wird, jetzt kann es an die konkrete Umsetzung gehen“, sagt Werner Barz von der Stadtverwaltung.

Entstehen soll der neue Skate-Park auf einem Grundstück neben dem Jugendzentrum Kompass. Damit ist die Anlage auch direkt ans Schulzentrum angeschlossen. Angedacht ist nämlich, dass später dort auch Sportunterricht stattfinden könnte. Immerhin werde Skaten jetzt auch olympisch.

Damit es keine Probleme mit dem Lärm gibt sollen drei große Mauern errichtet werden. Anders sei das Projekt nicht umzusetzen. Die drei Meter hohen Betonwände könnten aber durch Sprayer ansprechend gestaltet werden. Zunächst soll die Anlage auch nur bis zur Dunkelheit genutzt werden. Der angrenzende Bolzplatz hat zwar eine Flutlichtanlage, die soll es beim Skatepark aber noch nicht geben. „Wir wollen erst einmal sehen, wie sich das Ganze da entwickelt“, erläutert Barz. Durch die Nähe zum Jugendzentrum sei auch immer eine gewisse Kontrolle da, auch deshalb sei der Platz am Schulzentrum ideal. Auch hier müsse man natürlich darauf achten, dass der Unterricht nicht durch skatende Jugendliche gestört wird.

Wobei die Anlage allerdings nicht nur Kinder und Jugendliche gedacht ist. In der Beschreibung für den Förderantrag wurde explizit Wert darauf gelegt, dass auch Senioren den Park benutzen können. Kein Witz: Er soll sogar für Benutzer von Rollatoren geeignet sein.

Abzüglich der sonstigen Baukosten etwa für den Lärmschutz bleiben 200.000 Euro für die Geräte übrig. „Das ist eine Summe, mit der eine solche Anlage attraktiv ausgestattet werden kann“, sagt Barz.

Im September 2020 soll mit dem Bau des Skate-Parks am Schulzentrum begonnen werden. Die ersten Sprünge auf der Halfpipe sind allerdings wohl erst 2021 möglich.