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Neue Projekte für die Kerpenkate-Stiftung in Kevelaer

Unterstützung aus Kevelaer : Haus der Kerpenkate-Stiftung ist fast fertig

Mit den Mieteinnahmen des Objektes auf der Hüls will die Stiftung Schwimmkurse und Ferienangebote für sozial benachteiligte Kinder fördern.

Schwache stärken, Talente fördern – unter diesem Motto engagiert sich die Kerpenkate-Stiftung seit 2015 für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien aus Kevelaer und setzt sich für Begabtenförderung ein. Zum ersten Mal wurde nun ein neuer Vorstand gewählt.

„In unserem Vorstand gibt es zwei unterschiedliche Personenkreise“, erklärt Vorsitzender Karl Aengenheyster, „das sind einmal die geborenen Mitglieder, also die Gründerfamilien und der Bürgermeister, und die zugewählten Mitglieder.“ Das Ehepaar Wolters, das an der Gründung beteiligt war, und eines der gewählten Mitglieder seien nun ausgeschieden. Bei den Neuwahlen wurden zwei Personen neu in den Vorstand gewählt: Rudolf Beer­den und Felix Vos. Vorsitzender Aengenheyster und Geschäftsführer Heinz Lamers wurden wiedergewählt. Auch Gründerin Hermine Gilles bleibt als stellvertretende Vorsitzende weiter im Vorstand.

Vor anderthalb Jahren hatte die Stiftung begonnen, ein Haus mit 13 Mietwohnungen auf der Hüls zu bauen. 2,5 Millionen Euro hatte die Stiftung investiert, um durch die Mieteinkünfte gesicherte Einnahmen zu haben. „Wenn das Geld nur auf der Bank liegt, wird es bei den momentanen Zinsen ja schon fast weniger“, erklärt Aengenheyster. Das Haus ist jetzt so gut wie fertig und die Vorstandsmitglieder zufrieden. Nachdem viel Arbeit in das Projekt gesteckt wurde, könne man sich nun wieder voll auf den Stiftungszweck konzentrieren, da die Einnahmen gesichert seien.

Für die nächste Zeit gibt es konkrete Pläne für zwei Projekte. Die Kerpenkate-Stiftung wird im nächsten Jahr Schwimmkurse für Kinder aus sozial schwachen Familien anbieten. Man arbeite schon gemeinsam mit dem Jugendamt an einem Konzept, wie man die Kinder an Bord holen könne.

Ein zweites Projekt steckt noch in den Kinderschuhen: Ferienmaßnahmen für sozial schwache Kinder und Jugendliche hat die Stiftung in Planung. „Wir stellen uns das ähnlich vor wie den Ferienspaß, den wir ja schon einmal veranstaltet haben“, erzählt Aengenheyster.

Weiter wird es den Sofortfonds geben. Mit dem soll Familien im Notfall schnell geholfen werden. Ein weiteres Ziel für 2021: mehr Öffentlichkeitsarbeit. Wegen Corona sei es mit den Spenden ganz schwierig gewesen, so Geschäftsführer Lamers. Zwar haben manche am Bau des Mietobjekts beteiligte Firmen großzügig gespendet. Wegen der Pandemie seien aber auch manche Projekte, über die sonst Spenden gewonnen werden, ausgefallen, etwa der Krippenmarkt. „Es war ein schweres Jahr“, meint Lamers.

Man hofft auf Kooperation mit anderen Stiftungen: „Es gibt in der Region einige, die zwar noch Kapital haben, aber bei denen das Stiftungsleben ganz erloschen ist. Wir hoffen, dass diese sich mit uns in Verbindung setzen und man über eine Zusammenlegung des Kapitals sprechen könnte.“