Nacht der offenen Kirchen in Winnekendonk

Spiritualität und Erlebnis : Glaube und Kirche in wunderbarem Licht

Die „Nacht der offenen Kirchen“ zog viele Menschen in die St.-Urbanus-Kirche in Winnekendonk. Es gab zauberhaftes Spiel mit Licht und Schatten, Tanz und Theater. Kurz: Viel Leben in ehrwürdigen Mauern.

In bunten Farben erstrahlte am Freitag die Winnekendonker Kirche. Zur Nacht der offenen Kirche luden fünf Gemeinden – St. Antonius Kervenheim, St. Antonius Kevelaer, St. Quirinus Twisteden, St. Petrus Wetten, St. Urbanus Winnekendonk – in die St.-Urbanus-Kirche.

Die Gemeinden hatten zusammen einen Abend organisiert, der ganz unter dem Jahresmotto „Jesus kam hinzu und ging mit ihnen“ stand. Immer wieder wurden Ausschnitte der Emmaus-Geschichte aufgegriffen. Unterlegt wurde dieser besondere Abend durch einzigartige Lichteffekte. In Rot, Blau, Grün und vielen weiteren Farben wurde die Kirchendecke angestrahlt, Muster waren an den Wänden zu bestaunen.

Der Rest der Kirche war dunkel, nur vereinzelt brannten Kerzen, welche die Besucher am Eingang bekamen. Die „Gruppe Glaubhaft“ sorgte für schöne musikalische Klänge zwischen den einzelnen Beiträgen. Die Jugendlichen der Messdiener St. Antonius inszenierten eine moderne Version der Emmaus-Geschichte, indem sie diese im Schwarzlicht nachspielten. Die Katholische Frauengemeinschaft führte eine kleine Meditation mit den Anwesenden durch, indem kurze Texte vorgetragen wurden, die von Fotos auf einer Leinwand begleitet wurden.

Insgesamt bot der Abend viel Abwechslung und formte einen intimen Rahmen, in dem die Gläubigen der fünf Ortsgemeinden sich austauschen und einen schönen Abend miteinander verbringen konnten. Schon vor zwei Jahren wurde die Nacht der offenen Kirchen auf diese Weise in der Winnekendonker Kirche durchgeführt. Aufgrund der positiven Resonanz wurde nicht lange gezögert, das Event noch ein weiteres Mal auf die Beine zu stellen.

„Man erlebt hier echtes gemeinsames Glauben“, sagte Lisa Werner, die Vorsitzende des Gemeindeausschusses St. Urbanus. „Man bekommt die Menschen gut über Musik, und es ist schön, wenn viele kommen und miteinander feiern. Die Idee, gemeinsam Lebendiges zu gestalten, ist schön.“

Diese Gemeinschaft kam nicht nur darin zum Ausdruck, dass die fünf Gemeinden zusammen einen Abend organisierten. Die Anwesenden wurden auch dazu aufgefordert, zusammen zu tanzen. Die Besucher bildeten eine Kette und bewegten sich zu „Hallelujah“ im Takt.

Das wurde gut aufgenommen: „Ich habe noch nie zuvor in der Kirche getanzt“, erzählte Hans-Heinrich Hebben lächelnd. „Aber auch die Messe vorweg hat mir sehr gut gefallen. Der Abend war abwechslungsreich, und man sah viele Facetten. Die Lichteffekte waren wunderbar.“ Auch habe ihm gefallen, dass so viele jüngere Leute die Kirche an dem Abend aufgesucht haben.

Fazit: Die Kirche war voll. Und man sah den Menschen an, dass der Abend wirklich etwas Besonderes war.