Mud Masters 2018 in Weeze: Riesen-Spaß an der Schlammschlacht

Schlammschlacht bei Mud Masters: Weeze kriecht durch den Matsch

Mehr als 20.000 Teilnehmer kämpften sich bei den "Mud Masters" in Weeze durch den Matsch.

Sie waten durch kniehohen Matsch, kriechen durch den Schlamm oder stellen sich auf eine Plattform, die plötzlich wie eine Falltür aufgeht und sie ins Wasser stürzen lässt. Mehr als 20.000 Teilnehmer haben diese und noch andere verrückte Hindernisse bei den Mud Masters in Weeze nur so zum Spaß bewältigt.

Auf dem Hosenboden geht es den Matschberg hinunter. Foto: Thomas Binn

Der "Mud Masters Obstacles Run" fand bereits zum fünften Mal statt. Das Event für schlammbegeisterte Extremsportler startete am Wochenende bei hochsommerlichen Temperaturen. Für die weltweit größte Hindernislauf-Serie ist das Gelände unmittelbar neben dem Airport Weeze das ideale Terrain. Dies betonte Mirjam Esteban vom niederländischen Organisationsteam. "Hier kann man durch Matsch laufen, steile Hügel hinaufklettern, und es ist genug Platz für spektakuläre Klettergerüste oder riesige Rutschen, die im Wasser enden."

Alle zwanzig Minuten startet jeweils eine große Gruppe, damit es auf der Strecke übersichtlich bleibt. "Fast alle Starter melden sich als Team", sagt Mirjam Esteban. Teamgeist ist auch der Grundgedanke der Veranstaltung. "Selbst wer alleine beginnt, benötigt bei einigen Hindernissen einfach Hilfe und bekommt sie dann auch von den anderen", erklärt Esteban. Hierzu gehört der "Pipe Runner", bei dem man mit dem richtigen Tempo eine steile Rampe hinaufrennen muss. Aber oben steht immer ein Teilnehmer und reicht den Anrennenden eine Hand und hilft ihnen hoch. Hat man es geschafft, ist gemeinsame Freude doppelt schön.

  • Fünfter Mud Masters Obstacles Run : Durch Schlamm und Stromschläge

Teamplay steht im Vordergrund

Ein anderes Beispiel für gutes Zusammenarbeiten ist auch der "Buddy-Carry", bei dem einer den anderen tragen muss. Muskelkraft ist wiederum bei den Affen-Sprossen gefragt, an denen man sich entlanghangeln muss. Nur ganz gesunde Sportler sollten sich durch den "Sizzler" wagen, dort gibt es kleine Stromschläge von herabhängenden Kabeln.

Vier verschiedene Distanzen sind bei den Mud Masters, die nach dem Vorbild militärischer Trainings-Parcours entwickelt wurden, zu bewältigen. Es gibt sechs, zwölf, 18 und 42 Kilometer - so kann jeder die für ihn passende Herausforderung wählen. Auch an Familien ist gedacht. Bei einer Strecke über drei oder fünf Kilometer können Familien-Teams auch mit jüngeren Kindern teilnehmen. Bei der "Nachtschicht" geht es sogar im Dunkeln weiter für diejenigen, die nicht genug bekommen können. Spätestens dann wird klar, dass es nicht darum geht, als Erster im Ziel zu sein.

(RP)