Kevelaer: "Money Check" hilft, mit Geld umzugehen

Kevelaer : "Money Check" hilft, mit Geld umzugehen

Kevelaerer Hauptschüler profitierten von Tipps der Schuldnerberatung der Caritas und Volksbank an der Niers.

Viele junge Leute verfügen über eine Menge Geld. Gleichzeitig existieren an jeder Ecke Verlockungen: vom aktuellsten Handy über die angesagteste Jeans bis hin zu kostspieligen Freizeitaktivitäten wie dem Fitnessstudio. Der Überblick über die entstehenden Kosten geht allzu leicht verloren, das Thema Schulden wird relevanter.

Die Schuldnerberatung der Caritas und die Volksbank an der Niers bieten an den Schulen der Region daher das Präventionsprojekt "Money Check" an. Zuletzt fand es an der Städtischen Gemeinschafts-Hauptschule in Kevelaer statt. Als Schirmherrin des Projektes überreichte Landtagsabgeordnete Margret Voßeler gemeinsam mit Johannes Janhsen, Vorstandsmitglied der Volksbank an der Niers, Andreas Becker, Vorstand des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer, und Renate Timmermann, Konrektorin, jetzt Abschlusszertifikate an 127 Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse.

Im Rahmen von acht Unterrichtsstunden erarbeiteten die Jugendlichen die Bereiche Haushalts- und Budgetplanung, Vertragsrecht, Kontoarten und Zahlungsverkehr, Geldanlage und Kredit. Während die Mitarbeiter der Volksbank finanzielles Allgemeinwissen vermittelten, arbeitete die Caritas mit gut nachvollziehbaren Beispielen. Die Projektleiterin der Caritas, Andrea Verhoeven, erläuterte: "Wir arbeiten mit vielen Fällen aus der Praxis, damit die Schüler feststellen, was passiert, wenn sie sich so früh verschulden." Im Unterricht wurde zum Beispiel der Haushaltsplan einer jungen Frau analysiert. Anhand einer Schuldenspirale wurden die Folgen einer nicht bezahlten Handyrechnung vermittelt.

  • Kleve : Neues Projekt: Tipps gegen Schuldenfallen
  • Straelen : Neues Projekt: Tipps gegen Schuldenfallen
  • Kevelaer : Stiftung der Volksbank an der Niers fördert Heimatprojekte

Voßeler stellte in ihrem Grußwort die Relevanz des Projektes heraus: "Wirtschaften ist wichtiger Bestandteil des Lebens, und auf diese Herausforderung müssen wir die Schüler stärker vorbereiten." Becker gab den Jugendlichen außerdem einen praktischen Rat mit auf den Weg. "Bevor Sie auf den Button drücken und bestellen, schlafen Sie eine Nacht darüber. Nehmen Sie sich Zeit und grübeln noch einmal nach." Janhsen wies darauf hin, dass es nicht nur Onlinebanking gebe, sondern eben auch Menschen vor Ort, die in vielen Situationen Rat wüssten.

Verhoeven schließlich brachte das Ziel des gemeinsamen Projektes auf den Punkt: "Sie müssen lernen, welche Kosten im Leben wichtig sind und welche unwichtig." Das zu vermitteln, scheint "Money Check" gelungen zu sein, wie das Kompetenzbarometer zeigte.

Zu Beginn und nach dem Projekt schätzten die Teilnehmer ihre Finanzkompetenz ein. Während der durchschnittliche Wert zu Beginn auf einer Skala von eins bis zehn im Bereich der sechs lag, lag er am Ende bei der neun: "Da sieht man ganz deutlich, dass sie selbst einschätzen, an Finanzkompetenz gewonnen zu haben."

(ym)
Mehr von RP ONLINE