Metallbau Brouwers in Kevelaer blickt auf 40 Jahre zurück

Unternehmen in Kevelaer : Metallbau Brouwers blickt auf 40 Jahre

Familientradition mit eigenem Unternehmen erfolgreich fortgesetzt. Start im „Hühnerstall“ auf Berendonk.

In einer Halle auf Berendonk in Wetten, heute im Rückblick liebevoll Hühnerstall genannt, startete 1979 Helmut Brouwers in das Abenteuer Selbstständigkeit. Mit einem aus den USA stammenden Aluminium-System begann eine Erfolgsgeschichte. Mit eigenen Entwicklungen und Ideen wuchs das Unternehmen, das heute 35 Mitarbeiter beschäftigt, stetig. Und was für ein Familienunternehmen beim Rückblick auf 40 Jahre besonders erfreulich ist: Mit Tochter Britta Kremers als Kaufmännische Geschäftsleiterin ist die nächste Generation im Unternehmen tätig.

Apropos Familienunternehmen: Der Name Brouwers ist in der Region schon viel länger mit Metallbau verbunden. Matthias Brouwers, Vater von Helmut, betrieb eine Dorfschmiede in Wetten. Als er begann, sich im Gewächshausbau zu engagieren, wurde das Haus zu klein und man zog nach Veert um. Dort arbeitete auch Helmut, Jahrgang 1946, für das väterliche Unternehmen, bis er sich mit seiner Geschäftsidee 1979 auf eigene Füße stellte. Von Berendonk ging es für ihn nach Kevelaer zum Gewerbering 40, dort wo Helmut Brouwers GmbH noch heute zu finden ist. 1979 wurde das Gebäude dort in Betrieb genommen. Zwischenzeitlich war ein Teil des Unternehmens auch nochmal nach Veert ausgelagert, doch es zeigte sich, dass die Arbeit an zwei Standorten nicht effektiv war.

Britta Kremers, eine der beiden Töchter von Anneliese und Helmut Brouwers, machte zunächst eine kaufmännische Ausbildung bei Bofrost, bis sie dem Angebot folgte, ins elterliche Unternehmen einzusteigen. 2001 begann sie, als er 75 wurde, übergab Helmut Brouwers ihr die kaufmännische Geschäftsführung. Markus Bisping ist für die Technische Geschäftsleitung verantwortlich.

Fenster, Fassaden, Türen, Sonnenschutz und Brandschutz sind die Hauptthemen für Brouwers. „Die Produktpalette ist eigentlich immer gleich geblieben, nur die Produkte haben sich im Laufe der Zeit geändert“, sagt Helmut Brouwers. So hatte er vor 35 Jahren einen Forschungsauftrag des Landes, um ein Fenstersystem zu entwickeln, das einen Wärmedurchgangskoeffizient (Uw-Wert) von 0,7 erreichte. Brouwers: „Damals lag der Standard bei 1,8.“ Das von ihm entwickelte System erfüllte die damals revolutionären Vorgaben, wie ihm das Max-Planck-Institut Stuttgart bestätigte. Auch mit anderen Eigenentwicklungen, etwa Fenster mit innenlaufenden Rollos, punktete Brouwers am Markt. Die Kunden kamen und kommen aus ganz Deutschland, wobei heutzutage der Schwerpunkt auf dem Niederrhein und dem Ruhrgebiet liegt. Besondere Fassaden von Brouwers kann man bei Referenzkunden wie der Zweigstelle der Volksbank an der Niers in Issum, am Seepark in Geldern oder am Rilano-Hotel in Kleve sehen.

Die Philosophie von Brouwers: „Unser Name steht bei Architekten und Bauherren für handwerkliche Perfektion, einen modernen Maschinenpark und nicht zuletzt für maßgeschneiderte Lösungen. Wir verstehen uns als Partner, wir kennen die Nöte.“ Gerade in der Fassadentechnik werde man oft vor ungewöhnliche Aufgaben gestellt, sagt Brouwers. Für sein Team sei es deshalb selbstverständlich, dass man seine Kunden ausführlich berät, dass man neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen ist und sie aufgreift, kreativ weiterentwickelt und wirtschaftlich umsetzt. 2004 erhielt das Unternehmen im Jahr des 25-jährigen Bestehens den Marketingpreis der Stadt Kevelaer.

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