Kevelaer: Mehr Platz für kranke Tiere an der B9

Kevelaer : Mehr Platz für kranke Tiere an der B9

Dr. Stephan Egen baut neu. Der Tierarzt und sein Team haben demnächst 1500 Quadratmeter in denen Hund, Katze und Co. behandelt werden. Zu den Nutztieren wird weiter rausgefahren. Im Sommer ist die Eröffnung.

Der Schritt ist gewaltig. Von 250 auf 1500 Quadratmeter vergrößert sich die Tierarztpraxis von Stephan Egen in Kevelaer. Wer an der B 9 entlangfährt oder beim dortigen Einkaufszentrum Station macht, der kann schon einen Blick auf den Neubau werfen. Der ist nur wenige hunderte Meter von der bisherigen Praxis auf dem Rosenbroecksweg entfernt.

Bisher waren Wohn- und Praxisräume in einem Haus untergebracht, die Praxis im Keller. Angesichts der großen Nachfrage und des Wachstums des Teams wurde ein Neubau notwendig, erklärt Praxisinhaber Stephan Egen. Die älteren Tierbesitzer, die auf einen Rollator angewiesen sind, möchten ihre Lieblinge bis zum Behandlungstisch begleiten und nicht von deren Seite weichen. Das wird in den neuen Räumen nun einfacher. Treppen steigen brauchen Mensch und Tier nicht mehr. Alle Behandlungsräume sind ebenerdig zu erreichen. Statt wie bisher zwei, wird es vier Behandlungsräume geben. Neu ist ein getrennter Wartebereich für Hunde und Katzen. "Katzen sind deutlich ruhiger, wenn kein Hund vor ihrer Transportbox sitzt", erklärt Egen. Er behandelt Groß- und Kleintiere.

Ein spezielles Lieblingstier hat er übrigens nicht. "Ich bin von Beruf Tierarzt, deswegen interessiert mich die fachliche Seite", sagt der Kevelaerer.

Tatsächlich ist er eher im Großtiersegment zu finden. Auch in Zukunft werden diese auf den Höfen behandelt. Mehrere Ärzte sind dafür mit dem Auto unterwegs. Insgesamt arbeiten in der Praxis zehn Tierärzte, unterstützt werden sie von einem großen Team von Fachangestellten. Fachkräftemangel, das Thema bewegt auch Egen. Es sei schwer, Mitarbeiter zu finden. "Deshalb bilden wir selbst Fachangestellte aus und binden sie später mit ein."

Tierarzt mit eigener Praxis ist Egen seit Januar 2003. Seitdem war er mit seiner Praxis immer auf dem Rosenbroecksweg. 2006 gab es einen Umbau der alten Praxisräume, bald werden die neuen Räume an der B9 bezogen.

Die bestehende Praxis im normalen Betrieb weiterlaufen zu lassen und den Neubau zu koordinieren, das sei schon ein Spagat, sagt Egen. Im Dezember 2016 stand der Kran auf dem Baugelände. Die Lage an der B9 findet der Tierarzt optimal. "Es ist am Ortseingang von Kevelaer und trotzdem zentral", von der Straße aus gut zu sehen und verkehrstechnisch gut zu erreichen. Rund um den Neubau sollen genügend Parkmöglichkeiten entstehen. Während unten die Behandlungsräume sind, werden oben Büros für die Verwaltungsaufgaben der Praxis eingerichtet und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter. Im Sommer soll der Neubau fertig sein. Bei einem Tag der offenen Tür können sich die Besucher ein eigenes Bild machen.

(RP)
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