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Kevelaer: Mehr Möglichkeiten im Wellenbrecher

Kevelaer : Mehr Möglichkeiten im Wellenbrecher

Die Erweiterungsarbeiten im Jugendzentrum sind im vollen Gange. Damit hat die Einrichtung jetzt auch mehr Möglichkeiten. Im kommenden Jahr soll das Projekt „Frühe Hilfe“ gestartet werden.

Manchmal komme es ihm noch so vor, als wohne er auf einer Baustelle, sagt Volker Schoelen scherzhaft. Das kommt davon, wenn in einer Einrichtung der Betrieb weiter läuft und gleichzeitig erweitert wird. Im Jugendzentrum Wellenbrecher warten die Verantwortlichen aber erst gar nicht, bis alles fertig ist, sondern nutzen die neuen Möglichkeiten bereits, so gut es geht.

So gibt es jetzt in dem Haus eine Bücherei, die von den Kindern und Jugendlichen gut genutzt wird. Für Wellenbrecher-Leiter Schoelen der beste Beweis dafür, dass es Blödsinn  ist, dass Kinder nicht mehr lesen wollen. „Wichtig ist einfach, die Lust auf das Lesen zu wecken und das dann auch zu fördern.“ Eben das geschehe im Wellenbrecher durch verschiedene Angebote. Vier „Lese-Omas“ lesen regelmäßig vor, zudem gibt es Geschichten an ungewöhnlichen Orten, die neugierig auf Bücher machen sollen.

„Lesen ist ein ganz wichtiges Bildungsangebot“, sagt Schoelen, auch deshalb sei die Erweiterung der Einrichtung nötig gewesen.

Das Programm ist vielfältig, das Konzept breit angelegt. Der Wellenbrecher ist daher weit mehr als ein reines Jugendhaus. „Die Nachfrage nach Angeboten bei uns ist ungebrochen. Der Platz hat auf Dauer nicht gereicht.“

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Daher betonten die Verantwortlichen noch einmal, wie sinnvoll es gewesen war, beim Wellenbrecher gleich die große Lösung zu wählen. Zunächst standen für die Erweiterung der Einrichtung nämlich mehrere Alternativen zur Auswahl. Der Rat votierte schließlich einstimmig für die größte und teuerste Lösung: 220.000 Euro plus einem 30-prozentigen Kreiszuschuss.

Die Einrichtung in Nachbarschaft zu Bürgerhaus und Bahnhof wird um rund 100 Quadratmeter erweitert. Dadurch bekommt der Wellenbrecher drei neue Räume. Im Schulausschuss erläuterte Schoelen jetzt  noch einmal den Stand der Erweiterung. Im Frühjahr soll das neu gestaltete Gebäude dann der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Dann soll auch das neue Projekt „Frühe Hilfe“ umgesetzt sein. In Kooperation mit der Universität Nimwegen und unterstützt von einer Studentin der Hochschule Rhein Waal ist ein Konzept erarbeitet worden, um Familien und Kinder ganz früh mitzunehmen. Es soll um eine Art Begrüßung gehen. „Es ist doch schön, wenn Leute sich für Kinder entscheiden. Wir wollen deutlich machen, dass uns das freut und gleichzeitig auf Ansprechpartner hinweisen“, erläutert Schoelen. So sollen ganz früh Barrieren abgebaut werden, die Familien sollen wissen, dass sie im Wellenbrecher jede Menge Informationen bekommen.

Das reicht ganz einfach von Adressen von Sportvereinen bis hin zu ganz konkreten Beratungsangeboten. Theoretisch stehe das Konzept, Anfang des Jahres soll es auch praktisch umgesetzt werden. Denkbar ist beispielsweise ein Begrüßungspaket für junge Familien.

Dass der Wellenbrecher so gut laufe, liege auch an der Unterstützung von Politik und Verwaltung so Schoelen. „Die Zusammenarbeit macht Spaß, hier merkt man, dass es um die Sache geht. Sehr vieles wird hier schnell und pragmatisch umgesetzt.“

In Zukunft möchte der Wellenbrecher auch in Wemb präsenter werden. Unter dem Motto „Wellenbrecher meets Wemb“ ging gerade eine erste Veranstaltung über die Bühne. Es sei ein schöner Tag gewesen, so Schoelen. Das solle weiter ausgebaut werden.