Marya Kudasheva ist beim Madonnari-Festvial in Kevelaer dabei.

Internationales Madonnari-Festival : St. Petersburgerin setzt auf urbane Kunst

Künstlerin Marya Kudasheva schafft Kunstprojekte für die Gesellschaft. Sie ist in Kevelaer dabei.

Die Vorbereitungen für das Großereignis in Kevelaer laufen auf Hochtouren. Eine der 20 Künstler beim „Internationalen Madonnari-Festival“ ist Marya Kudasheva. Sie ist die einzige Künstlerin aus Russland bei diesem Festival. Am kommenden Wochenende sind in der Marienstadt zudem Kreative aus Mexiko, Italien, der Ukraine, Ungarn, den USA und Deutschland vertreten. Drei lokale Künstler aus Kevelaer werden ebenfalls ihre Madonnari-Kunst dem Publikum präsentieren.

Marya wurde in Surgut in West Sibirien geboren. Sie studierte an der Surgut State Pedagogical University, um Zeichenlehrerin zu werden. Während ihres Studiums arbeitete sie bereits als Kunst-Eventmanagerin und Fotografin. Sie lebt heute in St. Petersburg und arbeitet zusammen mit ihrem Lebenspartner Victor Puzin in ihrem gemeinsamen Kunststudio „Paint Point“, in dem sie Wandmalereien oder Designs für 3D- Straßenmalerei erstellen. Sie nahm bereits an vielen internationalen Streetart-Events in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und in Lettland teil. Ihre Kunstprojekte konzentrieren sich auf semi-realistische Gemälde von Natur, Tieren und Ökologie. Sie benutzt gerne helle Farben und arbeitet mit Walzen und Pinseln für Innen- und Außenwände, Ständern oder anderen horizontalen Oberflächen wie Asphalt.

Im März 2016 startete sie das Charity Projekt namens „VETKA“. Hierbei motiviert sie internationale Top-Streetart-Künstler, weltweit ehrenamtliche Kunstprojekte zu dokumentieren und auf einer gemeinsamen Internetplattform zu veröffentlichen.

Hiermit sollen künstlerische Kräfte vereint werden und Orte, die des Gemeinwohles wegen einer Verschönerung bedürfen, aufgewertet werden.  Schulen, Krankenhäuser und öffentliche Plätze beispielsweise sollen von professionellen Künstlern gestaltet werden. Die besondere Kraft und Wirkung von urbaner Kunst soll für Außenstehende bewusstgemacht und für internationale Fördermittel für derartige Projekte soll geworben werden.

„Wenn jeder professionelle Künstler ein Charity-Design pro Jahr entwirft, können wir nicht nur den Status der Kreativität in den Augen der Gesellschaft erhöhen, sondern auch auf einige soziale Probleme aufmerksam machen. Gemeinsam werden wir stärker und zeigen, dass wir die Stimmung in der Gesellschaft beeinflussen und den Bedürftigen helfen können. Kunst ist kein Privileg, sondern das Recht aller“, so die Künstlerin.

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