Kevelaer: Managerin will für gutes Klima sorgen

Kevelaer: Managerin will für gutes Klima sorgen

Nina Jordan ist seit dem 1. März dafür zuständig, den Umweltschutz voranzubringen. Die Aachenerin möchte Kevelaer zu einer umweltbewussten Stadt machen - und hat viele neue Ideen. Ein Tipp: Man sollte öfters mit dem Fahrrad fahren.

Es gibt jetzt eine neue Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Klimaschutz: Nina Jordan. Sie wird sich in den nächsten ein bis zwei Monaten bei den Bürgern der Stadt Kevelaer vorstellen und eine Hilfe in Problemen zum Umweltschutz sein. Sie setzt das neue Konzept zum Klimaschutz durch und wird durch Programme private Haushalte rund um den Energieverbrauch beraten und auch Vorträge und Verhandlungen für weitere Maßnahmen führen.

Die Schwerpunkte sind das Energiesparen in Haushalten, der Anschub von erneuerbaren Energien und die Aufklärung über öffentliche Aktivitäten. Sie will die Lösungen besonders in Schulen, den Ortsteilen oder auch in der Begegnungsstätte vorstellen.

Dabei ist wichtig, dass die Bürger über die Sanierung von schlecht gedämmten Häusern, Energieverschwendung und die richtige Ernährung in Bezug auf Klimaschutz informiert werden. Nina Jordan führt auch Gespräche mit der Stadtverwaltung und verschiedenen Unternehmen, um einen besseren Umstieg auf erneuerbare Energien zu ermöglichen.

Außerdem möchte sie das Verhalten der Bürger in Hinsicht auf die Mobilität ändern und die Menschen überzeugen, statt dem Auto auch mal das Fahrrad zu nutzen. Neben dem Problem der Fahrzeugnutzung ist aber auch der Konsum ein wichtiger Punkt. "Viele kaufen sich mehrmals im Jahr ein neues Handy, anstatt es reparieren zu lassen", erklärt sie.

Auch der Verbrauch der Lebensmittel ist ein wichtiger Punkt. Die Leute sollten mehr regionale und saisonale Produkte kaufen, um die Umwelt zu schützen. Man sollte außerdem auf den ökologischgen Fußabdruck achten, der die Herstellung des Produkts berücksichtigt. "Jeder einzelne kann etwas daran tun", sagt die Managerin. Zum Beispiel sollten Nahrungsmittel am besten nicht eingeflogen sein, sondern aus der Region kommen.

Generell sollten die Menschen so wenig wie möglich fliegen, da diese Art von Fortbewegung sehr schädlich für das Klima sei. "Ich weiß, dass die meisten im Hinblick auf ihren Urlaub nichts hören wollen, aber wir müssen leider auch auf unsere Umwelt achten." Doch wenn man Kevelaer mit anderen Städten vergleicht, schneidet sie relativ gut ab. "Kevelaer als ländliche Kleinstadt ist kein schlimmer Kandidat."

Nina Jordan will sich so viel wie möglich an die Bevölkerung wenden. "Ich möchte den Menschen zeigen, dass Klimaschutz Spaß machen kann", sagt sie. Eine ihrer Ideen ist es, einen Kochkurs für Jugendliche anzubieten, in dem sie zeigt, wie man regionale Produkte verwendet und auch im Winter ein abwechslungsreiches Essen auf den Tisch bekommt. Sie hat also schon viele Konzeptansätze entwickelt, um Kevelaer zu einer umweltfreundlicheren Stadt zu machen.

(RP)