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Landpartie Niederrhein findet in Corona-Zeiten statt

Kultur entdecken in der Corona-Krise : Landpartie Niederrhein findet statt

Den ganzen Sommer lang haben Kunst- und Kulturinteressierte Zeit dafür. 24 Orte gibt es zu entdecken, mehr als 60 Kilometer umfasst die gesamte Strecke, die erradelt werden kann und sollte.

Auf Kunst und schöne Dinge soll niemand nach der langen Pause mehr verzichten müssen. Das dachten sich die Initiatoren der Landpartie am Niederrhein. Normalerweise ist ein Wochenende voll gepackt mit Begegnungsmöglichkeiten in den Werkstätten der Kulturschaffenden.

Wegen Corona ist nun alles anders, aber nicht schlechter. Im Gegenteil, die Landpartie dauert einen ganzen Sommer lang. „Über 20 Orte werden auf der diesjährigen Landpartie-Karte verzeichnet sein,“ berichten Raphaele Feldbrügge und Anne van Rennings von wirKsam e.V. „Auch und besonders unter den widrigen Umständen in diesem Sommer möchten wir unseren Teil dazu beitragen dass Künstler, Kunsthandwerker, Kreative rund um Kevelaer für ein großes, bunt gemischtes Publikum sichtbar, erlebbar und erfahrbar bleiben,“ erklärt Raphaele Feldbrügge. Unzählige Märkte und Veranstaltungen fallen aus, wichtige Absatzmöglichkeiten für die Künstler brechen weg, und auch der Austausch mit dem Publikum fehlt vielen, erklären die Organisatorinnen.

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 Auch in diesem Jahr wird es, wie gewohnt, eine Landpartie-Radkarte geben, die einen Überblick über die 24 Orte voller Kunst, Kunsthandwerk und Kreativität liefert. Los geht es am 13. Juni, die Karte wird eine Woche zuvor ins Internet gestellt. Ab dem 13. Juni kann an einem frei gewählten Tag die Kunst-Radroute erradelt werden. Die Organisatoren empfehlen das Rad, denn nur so gebe es das besondere Landpartie-Erlebnis, mit frischer Luft und schöner Landschaft inklusive. Alle Orte sind anhand einheitlicher Infotafeln leicht zu erkennen.

Damit es sich nicht knubbelt, betont Anne van Rennings, dass eben nicht am ersten Wochenende schon die Route erfahren werden muss. Bis Ende August soll die Landpartie am Niederrhein auf jeden Fall dauern. Um die Kontaktbeschränkungen einzuhalten, soll durch den langen Zeitraum die Besucherzahl gestreckt werden. „Wenn es sich knubbelt, weiterfahren oder warten“, lautet in der aktuellen Situation die Devise. Es schade auch nicht vorher in der Werkstatt anzurufen, die man auf jeden Fall besuchen möchte, sagt Anne van Rennings. Die Kontaktdaten finden sich auf der Karte.

 Unter Berücksichtigung der Infektionsschutzbestimmungen sind sowohl spontane als auch im Vorfeld abgesprochene Einblicke in Künstlerateliers, Galerien und andere besondere Orte möglich. Ateliers werden nur mit Mundschutz betreten. Außerdem ist die Anzahl der Personen, die in einem Raum sein dürfen, abhängig von dessen Größe. „Von Woche zu Woche ändern sich die Auflagen“, sagt die Organisatorin. Man sei im ständigen Austausch mit dem Ordnungsamt, um alle Auflagen zu erfüllen.

Wer die komplette Tour zurücklegen will, komme auf etwa 60 Kilometer, sagt Anne van Rennings. Es sind alle Kevelaerer Ortschaften vertreten, sowie Schloss Wissen und Wemb, steckt die Organisatorin die Route ab.

Die Zugänglichkeit und die Öffnungszeiten der Ausstellungsorte variieren stark und werden auf der Karte und im Internet angegeben. Überall gilt jedoch: Wenn die bunten Landpartie-Bänder vor der Tür wehen, ist jemand da und freut sich über Gäste. Erstmals wird die Karte auch als interaktive Variante im Internet zur Verfügung stehen und einen Überblick über die Kunstschaffende in der Umgebung liefern.

 Einzelne kleinere Veranstaltungen können den Sommer über kurzfristig dazu kommen, sofern weitere Lockerungen/Konkretisierungen von Schutzauflagen und Maßnahmen rund um Veranstaltungen dieses zulassen. Auch eine gemeinsame Finissage im September ist angedacht.

Alle Informationen, auch die Karte, gibt es auf der Internetseite und auf der Facebook-Seite Landpartie am Niederrhein.