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Landpartie am Niederrhein an drei Wochenenden

Veranstaltungstipp : Startklar für Landpartie am Niederrhein

An drei Wochenenden kann Kunst, Kultur und Kulinarisches genossen werden. Von Kevelaer bis Weeze gibt es zahlreiche Angebote. Reizvoll ist es, die Strecke mit dem Rad zu erkunden. Alles Wissenswerte im Überblick.

Die Landpartie am Niederrhein bietet gerade für lokale Künstler in Kevelaer und Umgebung eine Plattform, um ihre Werke vorzustellen sowie untereinander und mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr wird zum siebten Mal zur Landpartie eingeladen. Selbst Corona konnte dank ausgeklügeltem Hygienekonzept die Veranstalter in der Vergangenheit nicht aufhalten. Nun ist vieles wieder möglich, an 24 Orten darf gestöbert werden. 200 Kunstschaffende präsentieren ihre Werke, vom Hobbykünstler bis zum Profi ist alles vertreten.

Zeitraum Die 24 Orte müssen und sollen nicht in einem Marathon abgearbeitet werden. Wer wirklich möglichst viel sehen möchte, der hat dazu an drei Wochenenden Zeit. Start ist das Wochenende 11. und 12. Juni, dann das darauffolgende 18. und 19. Juni und das letzte Juni-Wochenende, der 25. und 26. Ein Farbcode soll helfen, um auf einen Blick zu sehen, welche Orte an welchem Wochenende mitmachen, einige sind auch an allen dreien dabei. Rot steht für das erste, grün für das zweite und blau für das dritte Wochenende. Eine Übersicht gibt es in den Programmheften, der Radkarte und im Internet. Programmhefte und Radkarten liegen unter anderem bei den Filialen der Volksbank an der Niers aus und bei den Touristen-Informationen.

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Ziel Mehr als sonst ist der Weg das Ziel. Also niemand muss alle Stationen schaffen, vor allem, weil es an einigen Orten gleich mehrere Künstler gibt, Musik und Kulinarisches. Ein Blick ins Programmheft erleichtert die Qual der Wahl, welchen Ort man sich zuerst anschaut. Die Gastgeber freuen sich übrigens und haben überhaupt nichts dagegen, wenn man bei ihnen „versackt“, weil es so schön ist und man einfach noch ein bisschen unter dem Nussbaum draußen sitzen möchte. Aber auch Umtriebige werden ihre Freude haben, Vielfalt gibt es genug.

Verkehrsmittel An den verschiedenen Orten gibt es mal mehr und mal weniger Parkplätze. Die Landpartie lebt auch davon, möglichst viel Land zu sehen. Es lohnt sich also, mit dem Rad die Touren zu planen. Dazu gibt es eine eigene Radkarte. Mitorganisatorin Raphaele Feldbrügge ermutigt auch dazu, sich ein bisschen frischen Wind um die Nase wehen zu lassen, um die Eindrücke sacken zu lassen und den Kopf frei zu haben für das nächste Ziel.

Erkennungszeichen Ohne sie geht es nicht: Die bunten Bänder (selbstgebastelt) zieren die Eingänge der Gastgeber und hängen an vielen Fahrradlenkern der Besucher. In diesem Jahr kommt ihnen noch eine besondere Bedeutung zu. Mit dem Erlös, es werden zusätzlich auch gelb-blaue Bänder gebastelt, „soll der Friede in der Welt unterstützt werden“, sagt Mitorganisatorin Anne van Rennings. Die schrecklichen Geschehnisse in der Welt, der Krieg in der Ukraine etwa, sind nicht vergessen, aber mit der Veranstaltung möchte man auch ein Zeichen für die Menschlichkeit setzen.

Ursprung Das ist jetzt Edel-Wissen für Landpartie-Fans. Der Ursprung der Landpartie komme aus der Bewegung gegen das Atommüll-Endlager Gorleben, erzählen die beiden Ideengeber der niederrheinischen Landpartie. Anne van Rennings und Raphaele Feldbrügge haben sich von der Initiative im Wendland inspirieren lassen und die Idee, Kultur und Natur zu verbinden, hierher geholt. Einzige Bedingungen: „Bei uns gibt es keine industriell gefertigte Massenware“, sagt Anne van Rennings. Und: „Wir haben die Entscheidung getroffen, nie inhaltlich zu kuratieren.“ Das bedeutet, die Aussteller, Künstler, Handwerker entscheiden selbst, was Kunst und Kultur ist und gezeigt werden soll. Auch dadurch komme man gut ins Gespräch.

Bonus „Die Wahrscheinlichkeit, die Künstler anzutreffen, ist sehr groß. Es ist keine anonyme Ausstellung, es ist dieses über die Schulter gucken und fragen: Warum machst du das, wie machst du das?“, lautet die Einladung der Organisatoren.

Eintritt gibt es nicht, natürlich kann für die Künstler, die Musiker gespendet werden. Aber alle Ausstellungsorte können ohne Eintritt besucht werden. Ziel ist, möglichst viele Menschen auf diese kulturelle Reise mitzunehmen.