Landjugend Weeze ist verärgert über kommerzielle Sammler

Weeze: Landjugend verärgert über kommerzielle Textil-Sammler

Jonas Gorthmanns ist verärgert. Der stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Landjugend (KLJB) Weeze erlebt nicht zum ersten Mal, dass kurz vor den Altkleidersammlungen von KLJB und Landvolkbewegung plötzlich auch kommerzielle Sammler um Textilien bitten. „Wir haben schon den Eindruck, dass sich da manche bewusst an unsere Aktionen dranhängen“, sagt er und verweist auf den aktuellen Fall.

Am Samstag, 17. November, findet die nächste Sammlung der KLJB unter dem Motto „Weeze hilft“ statt. Und ausgerechnet kurz vorher tauchten Flyer auf, in denen ein gewerblicher Anbieter eine Sammlung für den „kommenden Montag“ ankündigt, also knapp eine Woche vor dem KLJB-Termin. Für Gorthmanns hat das Methode. „Man setzt wohl darauf, dass viele die Säcke, die eigentlich für uns bestimmt sind, schon vorher rausstellen.“ Die Kommerziellen würden einfach alle Säcke mitnehmen, selbst wenn darauf der Flyer der Aktion „Weeze hilft“ klebt.

Jonas Gorthmanns bittet daher darum, dass alle, die gezielt Landvolk und KLJB unterstützen wollen, die Säcke auch erst am Samstag vor die Tür stellen. Auf diese Säcke soll gut sichtbar der Flyer geklebt werden. Kommerziellen Anbietern gehe es nur um den finanziellen Gewinn, bei der Weezer Altkleider-Sammlung gehe es dagegen darum einen guten Zweck zu unterstützen. Der Erlös fließt komplett an die Bosnienhilfe von Heribert Hölz. Damit wird den Bewohnern eines kleinen Dorfes geholfen. „Wir verdienen keinen Pfifferling durch die Aktion. Es ist allein unser Ziel, den größtmöglichsten Ertrag aus unserer Arbeit einem guten Zweck zukommen zu lassen“, sagt Gorthmanns. Dass sich kommerzielle Sammler da einfach dranhängen, ärgert ihn sehr. „Das schadet unserer guten Aktion.“

Mit diesem Handzettel wirbt die Landjugend.⇥Screenshot Foto: KLJB/KLJB Weeze
Mehr von RP ONLINE