Kevelaer: Kupfer lockt immer wieder Diebe an

Kevelaer: Kupfer lockt immer wieder Diebe an

Interview Polizeisprecher Heinz van Baal zu den Hintergründen

Gelderland In jüngster Zeit häufen sich die Diebstähle von Kabeln. Dieses Phänomen tritt nicht zum ersten Mal auf. RP-Redakteur Michael Klatt sprach darüber mit Heinz van Baal, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Kleve.

Passiert dies immer im Frühjahr?

Heinz van Baal Wir hatten auch Fälle im Herbst. Das geschieht häufig auf abgeernteten Feldern, wenn die Gießwagen herumstehen. In der Regel handelt es sich um abgelegene Grundstücke, wo die Täter ungestört herankommen und relativ leicht Beute machen. Es kommen auch Diebstähle auf Baustellen und aus Garagen vor.

Welches Motiv haben die Täter?

van Baal Ihnen geht es um das Metall in den Kabeln oder in den Geräten. Kupfer scheint begehrt zu sein, der Preis scheint zu steigen. Es werden auf Feldern nicht nur die Gießkämme gestohlen, sondern sogar die langen Kabel, die die Gießwagen ziehen.

Diese großen Kabel lassen sich aber nicht leicht transportieren.

van Baal Wahrscheinlich werden sie in kleine Stücke zerschnitten.

Wie können sich die Eigentümer schützen?

van Baal Das ist schwierig. Man kann nur darauf hoffen, dass jemand zufällig was bemerkt. Die Besitzer sind ja nicht jeden Tag auf den Feldern.

Sollten die Altmetallhändler aufmerksam sein?

van Baal So ein Kupferrohr oder Kabelstück kann ja von überall her kommen. Sollte bei jemandem so etwas in großem Stil abgegeben werden, ist die Polizei für Meldungen natürlich dankbar. Möglicherweise wird die Beute aber auch im Ausland verkauft.

(RP)