Kunst in Kevelaer mit 3 D und Jutta

Kultur in Kevelaer : Traumhaft abwechslungsreiche Kunst

Weit mehr als 60 Bilder, Objekte, Skulpturen und Tonarbeiten lockten die Besucher zur familiären Ausstellung von „3D und Jutta“. Dazu gab es ein Schaumalen und Kunstwerke zu gewinnen.

„Zum ersten Mal seit drei Jahren stellte am Wochenende die Künstlergruppe „3D und Jutta“ aus. „In dieser Zeit haben wir uns alle weiterentwickelt und neue Dinge ausprobiert“, verriet Hildegard Jacobs-Douteil, die gemeinsam mit Gregor und Christa Douteil sowie Jutta Angenendt ihre Werke ausstellte. Was sofort ins Auge fiel, war die enorme Vielfalt. Denn der Stil und die Herangehensweise der vier Mitglieder unterscheiden sich oftmals radikal voneinander.

Christa Douteils Arbeiten hatten eine zumeist entrückte, träumerische Qualität. Verschiedenste Blautöne, orange Elemente und glitzernde, in einander übergehende Farben ließen ein Bild wirken, als würden sich verschiedene Öle miteinander vermischen. An einer anderen Stelle wurde der Betrachter am Samstag und Sonntag von einem großen farbenfrohen, aber dennoch düsteren Motiv begrüßt, bei dem eine Person in trauernder Pose und daneben eine Frau mit wallendem Regenbogenhaar zu sehen war, die am Betrachter vorbei, still in die Unendlichkeit schaut.

Gregor Douteils Kunst war meist eindeutiger, entbehrte aber auch einige surreale Elemente nicht. Er hatte sich ganz der weiten Welt des Meeres verschrieben: „Wenn ich Urlaub mache, dann an der See. Für mich bedeutet sie Weite, Frische und Freiheit. Dazu muss ich sagen, dass ich auch das Wasser schon immer liebte.“

Seine Impressionen von Meerengen und Stränden in der Nacht strahlen eine starke Sehnsucht aus. Auch Gregor Douteil setzte unterschiedlichen Materialien ein, so hat er auf einem Bild Bauschaum benutzt, um eine plastische Bergspitze zu kreieren, auf der jemand einen Handstand vor der untergehenden Sonne macht, während unter ihm das Meer seine Wellen gegen den Fuß des Berges schickt.

Mit einem großen Einsatz von Objekten, unterschiedlichen Rahmen und Elementen arbeitete auch Hildegard Jacbobs-Douteil. Ob der Betrachter nun durch einen auf Glas gemalten Kopf ein Motiv darunter betrachtete, pointiert betitelt als „Die Gedanken sind frei“, oder ob eine spiegelnde Halbkugel in einem abstrakten Gemälde den Zuschauer und dessen Umfeld selbst zum Teil der Kunst macht: Bei ihr konnte man viele spannende Werke finden.

Die Vierte im Bunde, Jutta Angenendt, präsentierte derweil ihre Skulpturen und Tonarbeiten. Es gab von ihr große, weißbemalte und löchrige „Kreidefelsen“ aus Ton, andächtig abstrakte Frauenfiguren, die Kerzen- und Präsentationsflächen bewachen und viele weitere faszinierende Objekte.

An beiden Tagen fand das Schaumalen statt. Da Jutta Angenendts Tonarbeiten natürlich länger brauchen als ein Bild und da Christa Douteil gesundheitlich etwas angeschlagen war, hatten die beiden Künstlerinnen bereits Werke vorbereitet, während Gregor und Hildegard Jacobs-Douteil direkt vor Ort ihre kreativen Energien in die Pinsel fließen ließen.

Jeweils am Ende des Tages wurden die Arbeiten verlost. Abschließend bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder drei Jahre dauert, bis „3D und Jutta“ ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vorstellen, denn an diesen abwechslungsreichen Motiven kann man sich so schnell nicht satt sehen.

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