Kevelaer: Kritik an geplanter Pflasterung am Mechelner Platz

Kevelaer: Kritik an geplanter Pflasterung am Mechelner Platz

Der Mechelner Platz soll, wie mehrfach berichtet, aufwändig umgestaltet werden. KBV-Ratsherr Karl Renard sieht bei den Planungen aber vor allem die neu geplante Pflasterung kritisch, wie er in einer Stellungnahme ausführt, zu der auch ein Bild mitgeschickt hat. "Wie das Foto zeigt, führt der sich bewährte, in bestem Zustand befindliche, gepflasterte Weg auf dem Mechelner Platz in der Wallfahrtsstadt Kevelaer zielgerichtet direkt auf den Museumseingang zu", schriebt Renard.

Der Planer habe sich seinerzeit sicherlich diesbezüglich Gedanken gemacht. "Dass der mit einem Hochsicherheitszaun versehene Teich - besser gesagt Tümpel - entfernt wurde und der Spielplatz überholt und verbessert wird, geht in Ordnung", meint er. Aber die Entfernung des Weges und die Neuanlage von zwei neuen Pflasterwegen einige Meter weiter seien nicht zu verantworten. Seine Meinung: "So sollte man nicht mit dem Geld der Bürger umgehen."

Er empfiehlt allen, sich jetzt noch einmal an Ort und Stelle von der Situation zu überzeugen. "Die Entscheidung ist noch schwerer zu verstehen, wenn man bedenkt, dass die Verschuldung des Kernhaushalts der Stadt bis Ende 2022 um etwa 52,3 Prozent steigt. Da kann man wohl kaum an Generationengerechtigkeit denken", so der KBV-Ratsherr weiter.

Wie berichtet hatte sich der Rat im Oktober 2016 mit einer knappen Mehrheit für eine Gestaltung des Mechelner Platzes mit mehr Rasenfläche und Kosten von 330.000 Euro ausgesprochen. Der Entscheidung war eine kontroverse Diskussion durch alle politischen Reihen voraus gegangen. Bürgermeister Dominik Pichler hatte sich zu dem Punkt als befangen erklärt.

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Mit der Umgestaltung des Platzes soll erreicht werden, dass er Struktur bekommt, mehr Aufenthaltsqualität. Dazu soll auch beitragen, dass das Areal vom Verkehr freigehalten wird (außer Anwohner und Anlieferung). Seinen Charakter als grüne Oase, Spielplatz, Museumsvorplatz und Wohnumfeld soll er behalten.

Die Kosten wurden auf 330.000 Euro gedeckelt. Wird es teurer, muss dieses Geld bei anderen Projekten im Zuge der Stadtkernerneuerung eingespart werden.

(zel)