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Krippenmarkt in Kevelaer unter 2G-Bedingugen eröffnet

Advent in Kevelaer : Mit dem blauen Band zum Krippenmarkt

Die Kevelaerer Adventsveranstaltung startete am Samstag mit einer 2G-Regelung und viel Platz zwischen den Ständen. Die Veranstalter sind zuversichtlich. Sie erwarten bis zum 19. Dezember reges Besucherinteresse.

Der Kevelaerer Krippenmarkt ist zurück. Nach der Absage im ersten Corona-Winter 2020 findet er nun statt, mit einigen Sicherheitsmaßnahmen, denn es gibt – das zeigen die rasant steigenden Infektionszahlen - auch einen Corona-Winter 2021. Am Eröffnungstag war der Besucherandrang zunächst zögerlich, dann zeigte sich überraschend eine milde Novembersonne, und immer mehr Menschen holten sich am Infostand der Touristikabteilung der Stadt das hellblaue Bändchen, das jeden Besucher als geimpft oder genesen ausweist, und schauten sich in Ruhe das bewährte Angebot im Pax Christi, an der Busmannstraße und diesmal auch auf dem Mechelner Platz an.

Ein Krippenmarktbesuch gehört für viele Menschen zum Advent dazu, so auch für Monika und Hans-Jürgen Iwanek aus Grevenbroich. „Wir kommen ganz gezielt nach Kevelaer, denn hier ist es urig und gemütlich“, sagten beide. Das erste Adventswochenende haben sie ganz bewusst gewählt: „Wer weiß, was nächste Woche ist.“ Die 2G-Regelung wurde begrüßt. „Es geht ja nicht um den Einzelnen, sondern um die Allgemeinheit“, sagte Petra Herlings aus Kapellen, die mit zwei kleinen Kindern den Markt besuchte. Dass es am Vormittag noch nicht so voll war, fand sie im Hinblick auf Corona sogar „ganz angenehm“. Zu den Sicherungsmaßnahmen gehört auch, dass das beliebte Krippenspiel gestrichen wurde. „Weil zu viele Menschen dann zu dicht stehen beim Zuschauen“, erklärt Lisa Verhoeven von der Tourismusabteilung. Aus dem gleichen Grund wurde auch das Bühnenprogramm abgesagt. Dennoch sind wie früher lebendige Schafe, Ochse und Esel Mittelpunkt im Pax Christi und waren das erste Ziel aller kleinen Besucher. „Wir gehen hier eine Runde spazieren, ein bisschen Weihnachtliches anschauen, das ist auch schön für unseren zweieinhalbjährigen Sohn, der lernt Weihnachten gerade kennen“, sagte Ann-Kristin Hueser. Der kleine Mattheo war auch sofort fasziniert von Esel Hermann, und dieser ließ sich gerne streicheln.

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 Das Gastro-Angebot wurde auf dem Mechelner Platz verlegt. „Wir haben wegen der Pandemie den gesamten Markt entzerrt, damit nicht alles so dicht steht“, so Lisa Verhoeven. Felix Moeselaegen von der gleichnamigen Kevelaerer Metzgerei ist beim Krippenmarkt dabei seit Gastronomie dazu genommen wurde. Er findet das diesjährige Konzept sehr gut. „Absagen wäre leicht gewesen. Jetzt hat man mit Sinn und Verstand den Mut gehabt, den Menschen ein Stück normalen Weihnachtsalltag zurück zu geben“, sagte er und betonte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Zuversicht hinsichtlich der Besucher war bei vielen Ausstellern zu spüren. „Die Menschen möchten gerne kommen“, sagten auch Aileen und Mariekje vom Stadtcafé und machten gerade die Platten klar, auf denen gleich leckere Crêpes entstehen würden. Viel Kunsthandwerkliches, Hochwertiges aus Leder und Holz gibt es an den Ständen am Luxemburger Platz. Angela Peppinghaus aus Winnekendonk spendet den Erlös vom Verkauf ihrer kunstvollen Textilarbeiten eins zu eins an „Ärzte ohne Grenzen“. Gelassen ordnete sie ihre Ware. „Die Kunden werden kommen“, war sie sich sicher. Auch Lisa Verhoeven und Marktmeister Winfried Janssen rechnen mit vielen Besuchern. „Einige Märkte der Umgebung wurden ja abgesagt“, sagt Verhoeven. Im Laufe des ersten Vormittags legte sie jedenfalls zahlreichen Gästen das hellblaue Bändchen an.