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Kevelaer: Krebsvorsorge im rosa Bus: Von Kevelaer nach Geldern

Kevelaer : Krebsvorsorge im rosa Bus: Von Kevelaer nach Geldern

Es ist weiß und rosa und zeigt mit diskretem Schwung im Logo, um was es geht: um die weibliche Brust und ihre Gesundheit. Einige Wochen hatte das "Mammobil" auf Kevelaers Peter-Plümpe-Platz Station gemacht, jetzt ist es auf den Parkplatz an Gelderns altem Finanzamt umgezogen. Der Anblick wird den Blutdruck mancher Frau erhöhen, denn er fordert dazu auf, sich mit einer lebensbedrohlichen Krankheit auseinanderzusetzen: dem Brustkrebs. Dabei sollen die Untersuchungen, die in dem Bus (eigentlich ein Lkw-Auflieger) stattfinden, gerade vor seinen ernsten Folgen bewahren. Und der Medizin wichtige Daten liefern.

Elke Hamacher, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, sagt: "Das Mammobil steht in Geldern noch bis zum 26. Juli auf dem Parkplatz am alten Finanzamt. Nach dem Urlaub von Dr. Rainer Weidner wird es ab etwa 20. August weitergehen. Alle anspruchsberechtigten Frauen aus Geldern werden einen Termin bekommen." Das Angebot richtet sich an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren; die Krankenkassen bezahlen die Vorsorgeleistung. Laut Hamacher wird die mobile Versorgung in der Region gut angenommen. Etwa jede zweite Frau nehme teil, wobei wünschenswert 60 bis 70 Prozent wären, um eine gute Datenlage zu erreichen. Und vor allem, um möglichst viele Erkrankungen so frühzeitig festzustellen, dass eine schonende Behandlung möglich ist.

Der Bus, in dem die Vorsorgeuntersuchung der weiblichen Brust stattfindet, läuft verschiedene Standorte im Kreis Kleve an. Das "Mammobil" ist im Auftrag des Diagnosezentrums Moers unterwegs. Chef dieser Praxis ist der Klever Radiologe Dr. Rainer Weidner, der damit das Screening in den Kreisen Wesel und Kleve durchführt.

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Das Konzept des Mammographie-Screening-Programms: Zwei Busse machen in verschiedenen Orten Station und binden so die meist ländlichen rechts- und linksrheinischen Gebiete in die flächendeckenden Untersuchungen ein. Denn nicht jede gynäkologische oder radiologische Praxis kann die hochmodernen leistungsfähigen Geräte anschaffen, die dazu notwendig sind. Wenn weitere, spezielle Untersuchungen nötig sind, werden die Frauen in ein stationäres Zentrum in Moers einbestellt. Zwei Medizinersehen sich die Bilder an, im Zweifel wird die Frau zu einer weiteren Untersuchung in die Praxis eingeladen.

Es hatte lange gedauert, bis das Programm, das in anderen Regionen und in den Niederlanden Jahre früher an den Start ging, auch am Niederrhein realisiert wurde.

(RP)