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Konzert der Kreispolizeibehörde in Kevelaer mit der 22-köpfigen Big Band For Fun

Kevelaer : Mit Musik den Tätern auf der Spur

Beim ersten Konzert der Kreispolizeibehörde erlebten rund 130 Zuhörer am Samstag die 22-köpfige „Big Band For Fun“ (BB4F) unter der Leitung von Philipp Niersmans. Für den kriminalistischen Rahmen sorgte Marina Müller-Klösel.

Mit einem völlig neuen Konzert überraschte die Kreispolizeibehörde Kleve bei ihrem traditionellen Neujahrskonzert im Konzert- und Bühnenhaus. Für den erkrankten Bernd van Lier begrüßte Jürgen van Os (Zweiter Vorsitzender der International Police Association (IPA), Verbindungsstelle Kleve) die Zuhörer, die es sich an diesem Abend nicht im großen Bühnensaal, sondern an Tischen vor einem kleinen Podest nebenan im Saal 2 mit Getränken gemütlich gemacht hatten. Van Os erläuterte die Wahl der Örtlichkeit und bedauerte, dass nach 36 Jahren die Kartennachfrage zu den Neujahrskonzerten zum ersten Mal so stark nachließ, dass man sich zu dieser „Wohnzimmeratmosphären“ -Lösung entschied.

So erlebten die rund 130 Zuhörer am Samstag mit der 22-köpfigen Big Band For Fun (BB4F) unter der Leitung von Philipp Niersmans einen lebendigen und vergnüglichen „Tatort“, der von Marina Müller-Klösel, WDR-Mitarbeiterin und Autorin im Studio Duisburg gelesen, den Programmrahmen bot. Die Geschichte aus der Feder von Peter Niersmans, selbst Hauptkommissar bei der Kreispolizei, erzählte humorvoll, wie es dazu kam, dass das Konzert in kleinerem Rahmen stattfand. Allerdings waren hier entsprechend dem Genre „Panzerknacker“ und die „Sprinkleranlagen“ schuld an der veränderten Lokalität.

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Natürlich eröffnete die Big Band das Konzert stilgemäß mit dem „Tatort Theme“, eine Komposition der Jazz-Legende Klaus Doldinger das Konzert. „Mr. Soul“ Hans Ingenpass sorgte dafür, dass der ermittelnde Kommissar Rütters und sein Kollege Osmann musikalisch Verstärkung bei „Have you met Miss Jones“ von der IPA New York bekam. Miss Jones fühlte sich sogleich wie „On Broadway“, den Sara Salinga einfühlsam darbot. So konnte das Publikum hautnah an den kriminalistischen Ermittlungen um den Verlust der Eintrittskarten teilnehmen und wurde von der Bigband und ihren Solisten an die „Tatorte“ geführt.

Modern, anspruchsvoll und vielseitig präsentierten sich die Musiker der BB4F. Dirigent Phillipp Niersmans überließ dabei das Orchester meist sich selbst. Sogar der Schlagzeuger gab den Takt vor. Niersmans selbst begleitete und ergänzte mit Piano- und Keyboardeffekten und übernahm häufig nur in der Schlussphase das Dirigat. Dies spricht durchaus für die hohe Professionalität der Musiker, die ihre Einsätze perfekt inszenierten, dies kann aber auch die allgemeine Dynamik beeinflussen.

Für die Wohnzimmeratmosphäre und eingeschränkte Akustik des Saals war es stellenweise einfach zu laut. Das Publikum war begeistert von den Darbietungen einer frischen, engagierten Bigband und dem neuen, erfolgreichen Konzept.