Keylaer bereitet die Festwoche 2019 vor

Kevelaer-Keylaer : Keylaer bereitet Festwoche vor

Im Jahr 2019 jährt sich die erste urkundliche Erwähnung der Bauernschaft zwischen Kevelaer und Weeze zum 875. Mal. Hubertusgilde, Heimatfreunde und Anwohner planen zu dem Jubiläum eine ganze Festwoche im August.

Es war eine kleine Randnotiz in einem Heimatkalender aus dem Jahre 1971, die Reinhard Peters vor 25 Jahren darauf brachte, dass Keylaer, die Bauernschaft zwischen Kevelaer und Weeze, ein Jubiläum feiern kann. Er las, dass die erste urkundliche Erwähnung der kleinen Ansiedlung aus dem Jahr 1144 stammt. Und so mobilisierte er den Arbeitskreis Heimatfreunde, deren Sprecher er ist, eine Jubiläumsfeier zum 850. Jahr zu organisieren.

Mit beteiligt war die Hubertusgilde, historischer Schützenverein auf Keylaer seit 1634. Eine ganze Woche wurde gefeiert, mit täglich wechselnden Veranstaltungen rund um die Geschichte und die Traditionen der Bauernschaft. 2019 werden es 875 Jahre sein. „Wir wollen es wieder machen, keine Frage“, so Peters. Der Arbeitskreis Heimatfreunde, dem noch Hans-Gerd Op de Hipt, Michael Tenhagen, Theo Achten, Willi van Lück und Jürgen Adamaschek angehören, hatte daher zu einer ersten Ideensammlung in das Vereinshaus der Hubertus-Schützen eingeladen. Etwa 30 Anwohner von Keylaer waren gekommen.

Zur Einstimmung präsentierte Reinhard Peters einen ausführlichen Rückblick auf die Festwoche vor fast 25 Jahren. Mittelpunkt der Veranstaltung war, und wird wieder sein, die Hubertuskapelle, die etwa Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden sein muss, da sie 1302 erstmals urkundlich erwähnt wurde. „Die Kapelle ist für uns auf Keylaer identitätsstiftend“, so der Sprecher der Heimatfreunde. Etabliert habe sich die jährliche Kräuterweihe mit dem anschließenden Liederabend. Diese Veranstaltung sei für die bevorstehende Feier schon gesetzt.

In der Rückschau auf das Jubiläumsjahr 1994 beschrieb Peters außerdem mehrere Hof- und Betriebsbesichtigungen, eine gesellige Runde um das Kartoffelfeuer, das gemeinsame Erstellen von großen Strohpuppen, die als „Hinweisschilder“ auf die Veranstaltung dienten, und ein Theaterstück der Landfrauen. Weiter gab es eine naturkundliche Wanderung, eine Fotoausstellung und einen Handwerker- und Bauernmarkt.

Peters berichtete auch von einer besonderen Aktion mit den alten Hausnummern der Höfe auf Keylaer. So trug jedes Haus während der Festwoche ein Schild mit der historischen Nummer und Informationen, die von dem Gebäude und den ehemaligen Besitzern und Bewohnern noch zu finden waren. „Dabei kamen einige Kuriositäten zum Vorschein, die es nur auf Keylaer gibt“, so der Sprecher des Arbeitskreises.

Als Termin für das Fest im nächsten Jahr schlug er die Woche vom 3. bis zum 11. August vor. Von den Anwesenden gab es hierzu keine Einwände. Mit dabei sei wiederum die Hubertusgilde, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stelle und auch als offizieller Mitveranstalter fungiere, berichtete Peters. Weil die alte Festschrift aus 94 vergriffen ist, habe der Arbeitskreis bereits beschlossen, eine neue zu verfassen. Hierzu konnte als Co-Autor der niederländische Historiker Rien van den Brand gewonnen werden. Etwa einhundert Seiten mit farbigem Bilderdruck sind geplant. Zur Deckung der Kosten für die Herstellung hat sich der Arbeitskreis bei der Heimatstiftung der Volksbank Kleverland beworben. Mit 600 Euro Förderung könne man hier rechnen, so Peters.

„Jetzt hoffen wir, dass sich wieder möglichst viele Keylaerer beteiligen, denn die gemeinsamen Aktionen, zum Beispiel das Bauen der großen Strohpuppen, macht einfach Spaß“, sagte er. Die Zustimmung und Vorfreude der Teilnehmer war an diesem Abend bereits spürbar, wenn auch konkrete Vorschläge noch reifen. Fotos von der Feier gingen herum und es wurde viel erzählt, wie es damals war.

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