Einkaufen in der Wallfahrtsstadt: Kevelaers Mode, von Berlin inspiriert

Einkaufen in der Wallfahrtsstadt : Kevelaers Mode, von Berlin inspiriert

Seit 25 Jahren hat Susanne Abels ihr Geschäft in der Marienstadt. Neben den neuesten Schnitten und Farbkombinationen spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Jubiläumswoche vom 13. bis 18. Mai.

Ein bisschen Großstadtflair bringt Susanne Abels jedes Mal nach Kevelaer mit, wenn sie von der Fashion Week in Berlin zurückkommt. „Das sind die Pralinen“, sagt sie über den Besuch der Modenschauen. Außerdem gibt es jede Menge Promis zu sehen. Da kann es schon einmal sein, dass Motsi Mabuse an einem vorbeitanze.

Davon macht sie Fotos und zeigt sie ihren Kundinnen im Modegeschäft. Auf die Fashion Week geht die Inhaberin von Mode Abels aus beruflichen Gründen. Sie ist auf der Suche nach den neuesten Trends. Ihre Aufgabe: Aus der Masse an Mode etwas für ihre Kundinnen herauszufiltern. In der Woche vom 13. bis 18. Mai feiert Mode Abels sein 25-jährige Bestehen. Der Schlüssel zum Erfolg sei, ein gutes Fingerspitzengefühl für die Menschen zu haben, sagt Susanne Abels.

Tatsächlich habe sie schon manche Kundin im Kopf, wenn sie die langen Reihen an neuer Ware abgeht. „Es macht den Einkauf leichter, wenn man seine Kunden kennt.“ Für Kleidergröße 34 bis 46 kauft sie ein, was später bei ihr im Laden hängen wird. Für das aktuelle Frühjahr gebe es extrem viele Trendfarben, zum Beispiel kräftiges Gelb. Aber ob man zu dieser oder einer anderen Trendfarbe greife, sei natürlich auch davon abhängig, welcher Farbtyp man ist. Wer unsicher ist, der lässt sich einfach von den Mitarbeitern im Geschäft beraten.

Nicht umsonst würden dort übrigens gemütliche Sessel stehen. „Es sind schon viele Freundschaften hier geschlossen worden“, sagt Susanne Abels. Sie bezeichnet die Einkaufsatmosphäre in Kevelaer als familiär. „Das liegt an den vielen inhabergeführten Geschäften“, ist sie überzeugt. Und dort bekommt man eben eine Atmosphäre geboten, die der Online-Handel nicht bieten kann.

Neben Schnitten und Farben spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle in der Modebranche. Dazu gehört auch, dass die Firmen über ihre Produktionsstätten informieren. „Es ist ein großes Thema, Wege kurz zu halten“, erklärt die Inhaberin von Mode Abels. „Die Hersteller legen darauf immer mehr wert.“ Ebenfalls nachhaltig ist Second-Hand. Mode Abels macht bei der Initiative Buddy&Selly mit. Die nehmen gebrauchte Designermode entgegen. Seit drei Jahren unterstützt das Kevelaerer Modehaus das Projekt. Der nächste Termin ist im Oktober, es macht Sinn sich einen Termin geben zu lassen. Wer etwas abgibt und so Platz in seinem Schrank schafft, bekommt einen Warengutschein im Geschäft. Auch in der Jubiläumswoche vom 13. bis 18. Mai gibt es Geschenke, nämlich Rabatte für die Kunden.

Neben der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ liegen bei Susanne Abels im Geschäft auch die „Instyle“ und die „Vogue“ auf dem Tisch. Sie weiß, es ist ein langer Weg von der Idee eines Designers bis zum fertigen Kleidungsstück. Wer ihn sich einmal erzählen lassen möchte, auch der ist stets im Modehaus Abels willkommen. Die gemütlichen Sessel stehen bereit.

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