Kevelaers Innenstadt : Anreize für Kevelaerer Besucher schaffen

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung der Stadt Kevelaer tagt heute.

Mehr Ruhebänke, Erhalt der Bäume, Fahrradständer ja oder nein? Beim heutigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung der Wallfahrtsstadt Kevelaer werden Fragen besprochen, die weit in die Zukunft reichen und das Leben in der Stadt entscheidend mitprägen, nicht nur für die vielen Besuchern, sondern auch für die Kevelaerer selbst.

Manchmal gehen aber auch da die Meinungen auseinander, was gebraucht wird und was nicht. Das betrifft zum einen Fahrradständer am Johannes-Stalenus-Platz. Einige Bürger finden das laut Zusammenfassung der Anregungen „sehr wichtig“, andere hingegen finden „Fahrradbügel entlang der Kirche unpassend“. Gleiche Differenzen gibt es beim immer wieder heiß diskutierten Thema Außenbestuhlung am Kapellenplatz. Während die einen darin eine Stärkung der Außengastronomie sehen, wünschen andere keine Außenbestuhlung.

„Möbilierung Hauptstraße und Roermonder Platz“ lautet ein Antrag der Fraktion 90/Die Grünen. Bänke sollen zum Verweilen auf der neu gestalteten Hauptstraße einladen, Fahrrad-Abstellmöglichkeiten Kevelaer näher zu einer „fahrradfreundlichen Stadt“ bringen. Weil die Hauptstraße noch nicht fertig ist, sieht die Verwaltung aber aktuell noch keinen Nutzen in konkrete Beratungen einzusteigen. Außerdem stünden Mittel für bisher nicht geplante Fahrradabstellplätze nicht zur Verfügung, weil durch das ungünstige Ausschreibungsergebnis der Tiefbauarbeiten nach derzeitigem Stand zu erwarten sei, das der ursprüngliche Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann.

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Unter den Baumaßnahmen auf der Hauptstraße leiden vor allem die Einzelhändler. „Diese weit über die Zusage hinausgehende Bauzeit belastet die Geschäftsleute der Hauptstraße in besonderem Maße“, heißt es im Antrag der Werbegemeinschaft Hauptstraße. Sie bittet um die Aussetzung der Parkgebühren für den Peter-Plümpe-Platz für die Monate August und September. Kostenloses Parken könnte wieder mehr Menschen zum Einkaufen in die Stadt ziehen. Das Ganze hat auch seinen Preis. Die Verwaltung rechnet aus, dass in beiden Monaten zusammen im vergangenen Jahr 52.655,10 Euro an Parkgebühren am Peter-Plümpe-Platz eingenommen wurden. „Von Seiten der Stadt dürfte der Ausfall von zwei Monaten Parkgebühren aus finanziellen Gründen keine so große Rolle spielen, da sie für 2018 im Etat mit keinem Fehlbetrag rechnet sondern sogar von einem Überschuss ausgeht“, heißt es im Antrag der Werbegemeinschaft Hauptstraße.

Er gehe davon aus, das der Fehlbetrag abgefangen werden könnte, sagt Kämmerer Ralf Püplichuisen. „Aber wir haben noch nicht Jahresende. Das ist reine Spekulation“, sagt der Kämmerer.

Und keine Beratung ohne das Thema Bäume. Auch zu denen hat die Fraktion 90/Die Grünen einen Antrag gestellt und möchte wissen, ob die Bäume am Kapellenplatz nicht Naturdenkmal werden können.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung der Wallfahrtsstadt Kevelaer beginnt heute Abend um 18.30 Uhr und findet im Ratssaal des Rathauses am Peter-Plümpe-Platz statt.