Kevelaers Haupstraßen-Café Heilen wird vermietet

Kevelaers Innenstadtleben : Wiederbelebung für ehemaliges Café Heilen erwünscht

Das Café Heilen in Kevelaer wird schmerzlich vermisst. „Wir haben Kunden, die von auswärts kommen und enttäuscht sind, dass Café Heilen zu ist“, sagt Norbert Heckens von der Interessengemeinschaft Hauptstraße.

Denn zu einem Besuch in Kevelaer gehört neben dem Besuch des Gnadenbilds immer auch die Einkehr in einem Café. „Das merken wir immer sonntags, wenn die Geschäfte zwar zu sind, aber die Cafés voll mit Besuchern.“

Deswegen wünscht sich Heckens sehr, dass in das leerstehende Ladenlokal vom ehemaligen Café Heilen wieder ein Café kommt. „Das wäre wirklich toll, auch weil diese Loklaität alteingesessen ist.“ Viele verbinden mit den Haus mit der Nummer auf der Hauptstraße 24 gemütliche Atmosphäre bei einer dampfenden Tasse Kaffee und einem Stück Torte. Aus gesundheitlichen Gründen wurder Familienbetrieb Anfang des Jahres geschlossen und blieb leer. Es ist nicht das einzige Ladenlokal, was in der Hauptstraße ungenutzt ist. Aber Heckens hegt die Hoffnung, dass mit dem Abschluss der Bauarbeiten, der Straßenbelag war in zwei Abschnitten komplett erneuert worden, wieder mehr Leben in die Geschäftsstraße kommt. „Die Hauptstraße mit dem neuen Pflaster wird angenommen. Die Kunden erzählen, dass sie nun leichter mit dem Rollator und dem Kinderwagen dort laufen können“, sagt Heckens. Das Kopfsteinplaster ist Vergangenheit. „Nun hoffen wir, dass sich der ein oder andere Leerstand auch erledigt.“

Dass das Lokal zu mieten ist, „ist ganz frisch“, sagt Hausverwalterin Yvonne Fischer. Sie ist die Ansprechpartnerin, wenn man das vollständig ausgestattetes Café mit Küche und Backstube betreiben möchte. 130 Plätze gibt es im Innenbereich, 40 auf der Außenterrasse zur Fußgängerzone hin. Die Anmietung ist ab Anfang 2020 möglich, die Miete Verhandlungssache.

Hartnäckig hatte sich übrigens das Gerücht in Kevelaer gehalten, dass Moeselaegen das stillgelegte Café gekauft habe. Auf Nachfrage der RP verneint Hans-Peter Moeselaegen. Das sei nicht der Fall. Von dem Gerücht hatte er allerdings auch gehört.