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Kevelaer: Kevelaerer spenden für "illegale" Sitzbank

Kevelaer : Kevelaerer spenden für "illegale" Sitzbank

(boy)Viele Kevelaerer sind empört: Zwölf Jahre land stand in der Innenstadt in Höhe der Amsterdamer Straße 14 eine Sitzbank. Die musste jetzt weg, weil sie rein rechtlich gesehen zu weit in den Gehweg steht.

Besitzerin Jutta Zörnig, vor deren Schaufenster ihres Laden für "Keramik und Wohnideen" die Bank stand, muss nun eine Sondernutzung für die Sitzgelegenheit beantragen. "Wie viel das kosten wird, das kann ich noch nicht sagen. Ich rechne mit 160 Euro", erklärte die 49-Jährige. Ein Beamter des Ordnungsamtes werde in nächster Zeit kommen, um die besagte Stelle auszumessen und danach den Betrag zu berechnen. Um die Bank zu retten, steht auf der Ladentheke von Zönig jetzt eine Spardose. Denn allein kann sie für die Zusatzkosten nicht aufkommen.

Zwölf lange Jahre stand die Sitzbank vor dem Schaufenster des Ladens. Zörnig musste sie wegräumen wegen eines einzelnen Bürgers, der sich beim Ordnungsamt darüber beschwerte. "Zwölf Jahre lang hat es niemanden gestört, dass die Bank da steht. Nie hat sich jemand beschwert", berichtet Zörnig. Der besagte Bürger wohne nicht einmal in der Nähe.

Das Problem: Die Bank dürfte nur 30 Zentimeter in den Gehweg hinein ragen, tatsächlich aber hat sie eine Tiefe von ungefähr 50 Zentimetern. Sogar das Ordnungsamt habe die Bank aber bisher geduldet, sagt Zörnig. In ihr Schaufenster klebte sie ein Plakat, damit jeder die Gründe für das Fehlen der Bank nachlesen kann.

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Die Bank habe sich nämlich stets großer Beliebtheit erfreut: "In der Mittagssonne haben sich da immer Leute drauf gesetzt. Viele Pilger haben sich hier ausgeruht." Die fehlende Bank habe viel Empörung bei Kunden und Kevelaerern ausgelöst, hat die Einzelhändlerin beobachtet. Einige seien in den Laden gekommen, um die näheren Umstände zu erfahren. Mit einer so großen Resonanz auf die fehlende Bank hatte Zörnig nach eigenen Angaben nicht gerechnet.

(boy)