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Kevelaer will öffentliche Trinkbrunnen einrichten

Antrag der KBV : Mehr Trinkbrunnen für Kevelaer

Die KBV beantragt, mehr öffentliche Wasserspender zu installieren. Hintergrund ist eine Forderung des Bundes. Einiges ist schon geplant

Hitzewellen gibt es in Deutschland immer häufiger. Betroffen sind vor allem größere Städte. Im Schnitt ist es im Sommer in den Städten rund 1,5 Grad wärmer als in ländlichen Regionen. Viel Beton und Asphalt können ein Stadtviertel sogar um mehr als vier Grad aufheizen, vor allem bei hohen Gebäuden. Eine Forderung ist daher immer wieder: Kommunen sollen Trinkbrunnen einrichten. Vor allem ältere Menschen trinken bei Hitze oft zu wenig, was den Kreislauf massiv in Schwierigkeiten bringen kann.

Das will die Bundesregierung nun forcieren. Das Bundeskabinett hat einen Entwurf von Umweltministerin Steffi Lemke beschlossen, der Gratis-Wasser für alle verspricht. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Kommunen künftig Trinkwasserbrunnen beispielsweise in Parks, Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen aufstellen. Wichtige Einschränkung im Gesetzesentwurf: Das gilt nur, sofern dies technisch machbar ist und dem lokalen Bedarf entspricht. Eine konkrete Zahl nennt die Ministerin auch: In einem ersten Schritt sollen Städte und Gemeinden etwa 1000 zusätzliche Brunnen errichten. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es bisher knapp 1400 öffentliche Trinkwasserbrunnen.

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Die KBV hat das zum Anlass genommen, zu beantragen, dass Trinkwasserspender in Kevelaer aufgestellt werden. Über neue Trinkbrunnen solle in der nächsten Situng des Betriebsausschusses beraten werden. Zudem soll es darum gehen, Kosten und mögliche Standorte in Kevelaer zu ermitteln.

Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Josef Thönissen gibt es im Stadtgebiet aktuell keine richtigen öffentlichen Trinkbrunnen. Natürlich kenne man die Gesetzesinitiative, in Kevelaer sei unabhängig davon bereits einiges geplant. Im Zuge der Umgestaltung des Kapellenplatzes soll ein Trinkbrunnen zwischen Kerzenkapelle und Forum Pax Christi installiert werden. Geplant ist zudem, dass bei der Neugestaltung des Peter-Plümpe-Platzes ebenfalls an ein solches Angebot gedacht wird. Vor dem Alten Rathaus soll es einen Trinkbrunnen geben.

Weiter gibt es Überlegungen, auch im Solegarten am Gradierwerk einen öffentlichen Wasserspender zu installieren. Weiterer möglicher Standort ist der Skatepark. Hier soll das über den Wasseranschluss des Mittagstreffs. „Bei den Brunnen soll darauf geachtet werden, dass eine Produktlinie verwendet wird, damit die Anlagen einheitlich sind“, sagt Thönnissen. Gedacht wird an Steinstelen mit Edelstahl, die sehr schlicht gestaltet sind.