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Kevelaer warnt Geflüchtete aus Ukraine vor Feuerwerk

Kevelaer hält an Kirmesabschluss fest : Feuerwerk und Krieg

In Kevelaer ist diskutiert worden, ob es auch in Kriegszeiten ein Feuerwerk geben soll. Daran hält die Stadt fest. Auf Bollerschüsse wird dagegen verzichtet.

Die Folgen des Ukraine-Krieges haben längst auch den Niederrhein und Kevelaer erreicht. Zahlreiche Geflüchtete haben hier erst einmal eine neue Heimat gefunden. In der Marienstadt sind momentan immerhin 200 Menschen aus der Ukraine untergebracht. Vor allem Frauen und Kinder. Bislang sei es auch noch gelungen, alle Geflüchteten privat unterzubringen, berichtete Ludger Holla von der Stadtverwaltung. Das sei sehr positiv.

Die aktuelle Situation hat im Vorfeld der Kirmes eine Frage aufgeworfen: Sollte es wie immer ein Feuerwerk geben? Schließlich kommen die Menschen gerade aus einer Region, wo sie mit Explosionen nicht gerade angenehme Erinnerungen verbinden. „Wir haben lange überlegt und diskutiert, ob wir unter diesen Voraussetzungen das Feuerwerk wie immer abfeuern können“, berichtet Holla. Man habe sich dann nach längerer Beratung dazu entschieden, die Kirmes wie immer mit einem Feuerwerk zu beenden. „Denn wir sind der Ansicht, dass wir versuchen sollten, in allen Bereichen so gut es geht die Normalität zu leben“, sagt der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters. Dazu gehört, dass nach Zeiten der Pandemie wieder Kirmes gefeiert wird. Dazu gehört dann aber auch, dass es ein Feuerwerk als Abschluss gibt. Das wird traditionell von den Schaustellern finanziert und ist als Dankeschön an die Stadt und die Besucher gedacht.

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„Wir bitten daher alle Familien, die Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen haben, dass sie ihre Gäste auf das Feuerwerk vorbereiten und ihnen erläutern welchen Hintergrund die Aktion hat“, sagt Holla.

Alles wird dann aber doch nicht wie immer sein. Aus Rücksicht auf die Gefühlslage der Geflüchteten aus der Ukraine in Kevelaer wird zur Eröffnung der Kirmes auf die drei traditionellen Böllerschüsse verzichtet.

Die Kirmes in Kevelaer eröffnet die Saison am Niederrhein. Nach der Marienstadt ist Geldern an der Reihe. Auch hier wird es ein Feuerwerk geben. Es findet am Kirmes-Dienstag statt.