Daniel Stenmans aus Kevelaer Vom Kindergärtner zum Thriller-Autor

WINNEKENDONK · Daniel Stenmans leitet den St.-Urbanus-Kindergarten. In seiner Freizeit schreibt er Bücher. Jetzt ist sein zweiter Roman erschienen.

Daniel Stenmans aus Kevelaer hat seinen zweiten Thriller „Der Komplize“ geschrieben.Zur Komplettansicht auf das Bild klicken

Daniel Stenmans aus Kevelaer hat seinen zweiten Thriller „Der Komplize“ geschrieben.Zur Komplettansicht auf das Bild klicken

Foto: Sarah Stenmans/Stenmans

Der Thriller „Der Komplize” von Daniel Stenmans ist harter Stoff: Es geht um Jan, einen Studenten, der Becca kennenlernt. Becca hat jemanden getötet, sagt jedoch, es sei Notwehr gewesen. Jan und Becca lassen daraufhin die Leiche verschwinden. Doch als Becca ebenso verschwindet, weiß Jan nicht woran er mit ihr ist. Ist hier ein Serienkiller am Werk? Kommissarin Sonja Krüger fällt aufgrund einer misslungenen Verhaftung, bei der sie fast ihr Leben gelassen hat, in eine Depression, bekommt jedoch eine zweite Chance und soll helfen, einen Serienmörder zu fassen. Sie hegt den Verdacht, dass der Gesuchte derjenige ist, der sie fast getötet hat. Ein weiterer Mord geschieht, als sich Jans und Sonjas Wege kreuzen und Beccas Rolle immer zwielichtiger wird. Welches Spiel spielt sie?

Schon früh hat Daniel Stenmans Vorliebe für das gruselige in Geschichten angefangen. Mit zehn Jahren las er die ersten Agatha Christie-Krimis von seiner Mutter und mit 14 dann seine ersten Stephen King-Romane. Anfang der 2000er Jahre begann er mit dem Schreiben von Theaterstücken, um die Geschichten in seinem Kopf umzuwandeln.

Der Kindergärtner aus der Kita St. Urbanus in Winnekendonk schrieb zunächst jedoch keine Romane, bis 2015 seine Horror-Mystery Reihe „Friedhofsgänger“, mit Kevelaer als Set, raus kam. Als er dann auf einem Trödelmarkt auf den Sebastian Fitzek Roman „Der Nachtwandler” stieß und ihn in zwei Tagen las, entdeckte er seine Begeisterung für Thriller. Nachdem Stenmanns weitere solcher Bücher – vor allem von deutschen Autoren – gelesen hat, stand für ihn fest: Er möchte auch einen Thriller schreiben.

Dezember 2018 fing er dann an, „Der Komplize” zu schreiben. „Die Herangehensweise war ähnlich zu Friedhofsgänger, ich hatte eine erste Idee und schaute, wo die Charaktere mich hinführen. Das Schwierigste” so Stenmans „war die intensive Recherchearbeit.” Sein Ziel war es, den Thriller so realistisch wie möglich zu gestalten, damit es den Leser fesselt und sich nicht unnatürlich anfühlt. So nahm er unter anderem Kontakt mit dem Rechtsmedizinischen Institut in Düsseldorf auf, um sich so über Polizeiarbeit zu informieren und darüber, wie ein Mensch auf welche Art und Weise stirbt.

Für das Set stand fest: „Es sollte großstädtischer werden.” Kevelaer, das Set seiner ersten Reihe, war daher nicht geeignet. Zunächst wollte er die Geschichte in einer fiktiven Stadt spielen lassen, wie er es auch in seiner ersten Rohfassung tat. “Das hat sich aber nicht ganz richtig angefühlt”, sagt Stenmanns. Also verlegte er das Set an nach Krefeld. Er kannte die Stadt bereits ein wenig, das reichte für diesen Thriller jedoch nicht aus, also recherchierte er zunächst mit Google Maps nach passenden Straßen und Plätzen. Einer der Vorteile mit dem Set sei auch: “Die Stadt ist nur 45 Minuten entfernt, also relativ schnell erreichbar für eine Recherche vor Ort.”

Das tat er dann auch. Zwei Tage lang fuhr Daniel Stenmans selbst in die Stadt und schaute sich vor Ort um. Mit der ersten Rohfassung war er nach einem Jahr fertig. Nach einer Pause von neuen Monaten, überarbeitete er die Rohfassung zwei Jahre intensiv, er verlegte das Set nach Krefeld und betrieb ausgiebige Recherchearbeit.

Anfang des Jahres nach insgesamt vier Jahren erschien Stenmans erster Thriller dann endlich. Für die Zukunft kann er sich durchaus vorstellen, mehr in dem Genre zu schreiben und auch zu veröffentlichen.

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