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Kevelaer und Geldern übernehmen Corona-Kontaktverfolgung

Im Auftrag des Kreises : Kevelaer und Geldern übernehmen Corona-Kontaktverfolgung

Wenn sich jemand mit Covid-19 infiziert, ist es wichtig, möglichst schnell und lückenlos die Personen zu kontaktieren, die mit dem Erkrankten Kontakt hatten. Das übernehmen jetzt Kevelaer und Geldern.

Die Kontaktverfolgung ist ein wichtiges Instrument bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dabei werden genau die Personen erfasst, die Kontakt zu einem Infizierten hatten und dann gegebenenfalls unter Quarantäne gestellt werden. „Dieses Verfahren ist auch wichtig, um die Dunkelziffer bei den Infektionen zu senken“, erläutert Ludger Holla von der Stadt Kevelaer. Eigentlich ist diese Kontaktverfolgung eine Aufgabe des Kreises. Doch das werde zunehmend schwieriger. Man bräuchte da theoretisch 77 Stellen, um die Aufgaben übernehmen zu können, so Holla. Daher habe sich der Landrat an die „großen“ Kommunen im Kreis gewandt, ob sie den Kreis nicht unterstützen können. Kevelaer gehört zu den Städten, die Amtshilfe angeboten haben. Voraussichtlich ab der kommenden Woche werden zwei Mitarbeiter der Stadt die Kontaktverfolgung in der Marienstadt übernehmen. Es geht darum, die Personen festzustellen und wenn nötig unter Quarantäne zu stellen. Wenn die Kommune diese Aufgabe übernehme, sei das effektiver, ist Holla sicher. 

Bei der Stadt Geldern ist für die  Nachverfolgung der Covid19-Kontaktpersonen alles vorbereitet. Fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner sollen nach dem Vorschlag des Kreises Kleve pro Verwaltung für die Kontaktnachverfolgung bereitgestellt werden. Geldern käme nach diesem Schlüssel auf acht Vollzeitstellen, die im Notfall für die Nachverfolgung abgestellt werden müssten. Da die Fallzahlen derzeit rückläufig sind, werde man wahrscheinlich erst einmal mit zwei Mitarbeitern starten, heißt es von Seiten der Stadt. Johannes Dercks, Leiter des Gelderner Ordnungsamtes, sieht „die neue Aufgabe zwar als Herausforderung für die Verwaltung und das Ordnungsamt an“, sagt er. Er hält es aber für zweckmäßig, dass die Kompetenz nun bei der Stadt Geldern liegt. „Für eine Stadt ist das einfacher als für den Kreis Kleve, der die Aufgabe für 16 Kommunen erledigen musste.“