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Kevelaer schafft Leihtablets für die Schüler an

Digitalisierung in Kevelaer : Stadt schafft Leih-Tablets für die Schüler an

Mit Geldern aus dem Digitalpakt hat Kevelaer die Schulen mit neuen, modernen Geräten ausgestattet. Neben iPads gab es auch interaktive Tafeln.

Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 war das Problem deutlich geworden: Beim Unterricht auf Distanz hakte es, auch weil die technische Ausstattung bei vielen Schülern fehlte. Manches Kind hatte weder PC noch Laptop oder Tablet für das Homeschooling  zur Verfügung. Der Rat beschloss daher bereits Ende Juni, dass die Ausstattung der Schulen möglichst schnell erfolgen soll. Ziel war es, die Geräte nach den Sommerferien bereits einsetzen zu können. Doch um reagieren zu können, musste erst das Geld aus den Förderprogrammen bereitstehen.

Unmittelbar nach der Bewilligung der Mittel aus dem Digitalpakt und den ergänzenden Sofortausstattungsprogrammen in Höhe von insgesamt rund 423.300 Euro bestellte die Stadt im September die Geräte für die Schulen über das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein. Weitere 34.255 Euro hat Kevelaer entsprechend der Förderrichtlinien als Eigenanteil beigesteuert, sodass 457.555 Euro in digitale Endgeräte für die Schulen geflossen sind.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach entsprechenden Geräten kam es teilweise zu Lieferengpässen und zeitlichen Verzögerungen. Kevelaer hatte sich aber Tablets bereits reservieren lassen, sodass die Geräte zumindest vor den Weihnachtsferien ausgegeben werden konnten. Insgesamt 400 iPads stehen als Leihgeräte zur Verfügung, die die Eltern über die Schule beantragen können. An der Gesamtschule Kevelaer beispielsweise wurden 150 Kinder mit Leihgeräten ausgestattet.

Zudem erhielten alle sieben Schulen in Kevelaer jeweils 60 Geräte zum Einsatz in der Schule. Außerdem schaffte die Stadt mit Geldern aus dem Digitalpakt 45 Smartboards für die Gesamtschule an, 20 dieser interaktiven Tafeln gibt es auch für die St.-Antonius-Grundschule. Die anderen Schulen sind mit interaktiven Beamern für digitalen Unterricht ausgestattet. In den Osterferien sollen weitere interaktive Tafeln installiert werden. Dann seien alle Schulen abgedeckt, heißt es.

Für Bürgermeister Dominik Pichler ist es ein wichtiger Schritt, digitale Geräte für benachteiligte Schüler zur Verfügung stellen zu können. „Alle Schüler sollen den gleichen Zugang zu Bildung erhalten. Dies darf nicht an mangelnden finanziellen Mitteln für eine technische Ausstattung zu Hause scheitern“, so der Bürgermeister.

Die etwa 280 Lehrer haben Anfang Dezember iPads bekommen, um sich im Vorfeld mit den Geräten vertraut machen zu können.

  Die reibungslose und schnelle Auslieferung sei unter anderem der guten gemeinsamen Vorbereitungsarbeit durch die Schulleitungen, der Abteilung Schulen und Sport und der Schul-IT geschuldet, so die Verwaltung. Wie wichtig die Geräte sind, zeigt sich jetzt wieder im aktuellen Lockdown.

 Alle iPads werden gemäß den Vorgaben des Landes über ein zentrales „Mobile Device Management-System“ (MDM) verwaltet. Hierdurch wird die Sicherheit der Systeme gewährleistet und der Administrationsaufwand für die Lehrkräfte minimiert. Sobald die Geräte in ein WLAN eingebunden sind, erhalten sie die voreingestellten Konfigurationen und die passenden Apps für die jeweilige Schule. Zukünftige Anpassungen geschehen automatisch im Hintergrund. Die Geräte sind somit für die Benutzer wartungsfrei. Im Falle eines Verlusts oder Diebstahls können die Geräte aus der Ferne verfolgt und gesperrt werden. Für einen Dieb ist das Gerät somit unbrauchbar.  Diebstahl lohnt sich also nicht.

(zel)